Die "Novelle" von Verkehrsminister Scheuer (CSU) kommt bei Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) nicht unbedingt gut an. Foto: dpa

Er heißt Andreas Scheuer und macht jetzt alles neuer. Seit Dienstag gilt die neue Straßenverkehrsordnung des CSU-Bundesverkehrsministers. Schon wer in Ortschaften 21 km /h zu schnell fährt, kann den Führerschein verlieren. Auch die Bußgelder fürs Falschparken und Verstopfen einer Rettungsgasse wurden erhöht. Biltzer-Apps sind streng verboten. Regine Günther ist unzufrieden mit der neuen StVO. Sie hätte sich zum Beispiel mehr Tempo-30-Zonen und ein Limit für Autobahnen gewünscht. Es gibt auch neue Straßenschilder. Die ersten sind in Berlin bereits montiert. Ein Überblick


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Den grünen Pfeil aus DDR-Zeiten gibt’s jetzt für Radfahrer. In Berlin steht er schon an fünf Kreuzungen: Schönhauser Allee/Ecke Torstraße, Torstraße/Ecke Rosa-Luxemburg-Straße, Ebertstraße/Ecke Hannah-Arendt-Straße (Mitte), Frankfurter Allee/Ecke Gürtelstraße (Lichtenberg) und Thorwaldsenstraße/Ecke Bergstraße (Schöneberg). Weitere Kreuzungen werden geprüft, so Jan Thomsen, Sprecher der Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne).

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Parkschild für Lastenfahrräder: Neukölln war ein Ideengeber für ganz Deutschland.   An vier Stellen stehen sie im Nordteil von Neukölln schon. Andere Bezirke können jetzt nachziehen.

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Überholverbot von Zweirädern: Das Schild ist noch nicht montiert. Ein Überholen ohne den Mindestabstand von 1,5 Meter ist jetzt sowieso nicht gestattet–auch ohne Schild.

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Schild für Radschnellwege: Gibt es in der Stadt noch nicht, weil die   Bahnen   nicht fertig sind. Zehn Routen sind derzeit geplant. Baubeginn für die erste ist voraussichtlich 2022.

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Plakette und Parkschild für Sharing-Autos: Extra Plätze gibt’s schon, die Beschilderung folgt. Die Plakette ist laut Bundesverband  Carsharing Pflicht

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Parkplätze nur für Sharing-Autos: Die Plätze wurden schon geschaffen, die Schilder werden jetzt montiert.

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Wie eine Tempo-30-Zone kann eine Fahrradzone gekennzeichnet werden. In Berlin hat man   noch keine Straße im Blick.

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Eine Sondernutzung für Autos mit vielen Personen kann gekennzeichnet werden. Unklar ist, wann und wo sie hinkommt.