Mittelfeldspieler Vladimir Darida macht nicht nur die Fleißarbeit bei Hertha. Der Tscheche kann auch Tore schießen.  Foto: City-Press

Vierter Versuch gegen einen Topklub der Bundesliga. Nach Bayern (3:4), Leipzig (1:2) und Dortmund (2:5) der nächste Anlauf für Hertha BSC am Sonntag (15.30 Uhr) bei Leverkusen. Klappt es diesmal zumindest mal mit einem Punkt oder gar einem Sieg? Dafür müssen Tore her – vielleicht mal von Spielern im zentralen Mittelfeld, die bisher noch nicht trafen. Die Zeit ist reif!

Der KURIER rechnet nach: Von bisher 15 blau-weißen Treffern machte die Offensivabteilung 13, Verteidiger Peter Pekarik einen. Dazu kommt noch ein Eigentor des Frankfurters Hinteregger. Mittelfeld: Fehlanzeige!

Zum Vergleich: Vergangene Saison steuerten Ex-Herthaner Marko Grujic (4) und Vladimir Darida (3) sieben zu den insgesamt 48 Toren bei. Im Schnitt traf das zentrale Mittelfeld in der Spielzeit 2019/20 also ungefähr jedes fünfte Spiele. In dieser Saison gab es nach acht Partien noch keinen Torjubel aus dem wichtigen Mannschaftsteil. Es wird langsam Zeit.

Noch bleibt Trainer Bruno Labbadia bei dem Thema gelassen und baut keinen Druck gegenüber Darida, Matteo Guendouzi, Niklas Stark, Eduard Löwen oder Lucas Tousart auf: „Alle arbeiten extrem viel. Von ihrer Laufarbeit profitieren die Offensivspieler. Die Tore der Stürmer sind auch ihr Verdienst, weil sie dafür die Vorarbeit leisten.“

Das ist richtig. Aber für harte Fleißarbeit sollten sich Darida und Co auch mal selbst belohnen – mit Bonustoren. Die können manchmal die Big-Point-Treffer sein. Tscheche Darida machte sein letztes Tor vor elf Monaten. Es war der 1:0-Siegtreffer gegen seinen Ex-Klub Freiburg. Es waren drei Punkte.

„Über die Saison sollten auch ein paar Tore von den Mittelfeldspielern kommen. Ich habe nix dagegen, wenn sie mal treffen“, ermuntert Labbadia. Vielleicht klappt es schon in Leverkusen. Denn zuletzt waren die Blau-Weißen gegen Bayer erfolgreich. Beide Partien in der vergangenen Saison wurden gewonnen (1:0 in Leverkusen, 2:0 im Olympiastadion).

Labbadia mahnt aber: „Ich bin kein Freund davon, in die Vergangenheit zu schauen. Das wird ein anderes Spiel. Leverkusen hat in dieser Saison noch kein Bundesligaspiel verloren. Bayer hat momentan das gleiche Niveau wie Bayern oder Dortmund.“ Für das zentrale Mittelfeld heißt das: Laufen, laufen, laufen und dann auch mal treffen.