Per Skjelbred blickt auf seine Hertha-Zeit mit etwas Wehmut zurück und sagt: "Ich habe jede Minute genossen!" Foto: imago images/Popow

Eine Hertha-Ära geht am Sonnabend in Gladbach zu Ende. Per Skjelbred (33) macht nach sieben Jahren sein letztes Spiel für die Blau-Weißen, auch wenn seine Wade noch etwas zwickt. Doch eine lange Pause hat er nicht, wenn er zu seinem alten Verein Rosenborg Trondheim in Norwegen zurückkehrt. Skjelbred hat kuriose Wochen vor sich: Abpfiff bei Hertha, Quarantäne, Anpfiff bei Trondheim.

"Die Liga in Norwegen läuft schon wieder. Ich muss nach meiner Einreise zehn Tage in Quarantäne. Das ist mein Urlaub. Danach spiele ich sofort wieder für Trondheim", erklärt der Dauerkämpfer.

Der Blondschopf, der sonst immer der personifizierte Optimismus ist, wirkt ein bisschen wehmütig und traurig, als er sagt: "Ich wollte eigentlich mein letztes Hertha-Spiel über 90 Minuten machen, am liebsten vor den Fans."

Die Wade zwickt noch, aber er will in Gladbach spielen

Wegen der Corona-Geisterspiele kann sich Fan-Liebling nicht von den Anhängern verabschieden – jetzt nicht. Eine Wadenverletzung macht es unmöglich, dass er in Gladbach in der Startelf stehen wird. "Ich versuche alles, damit ich zumindest eine halbe Stunde spielen kann", sagt der Fußballarbeiter.

Es war ein lange geplanter Abschied von seiner Hertha. "Vergangenen Sommer war es klar, dass ich zurück nach Norwegen gehe. Ich habe mir damals vorgenommen, jede einzelne Minute, jedes Training, jedes Spiel bei Hertha zu genießen."

Im Winter will sich der Liebling von Herthas Fans verabschieden

Der Mann mit dem großen Herz wird seine Mitspieler, seine Fans, den Verein und die Stadt vermissen. Im Winterurlaub will er nach Berlin zurück und sich dann richtig von den Fans verabschieden.

Aber nicht nur das. Der Sozialminister der blau-weißen Kabine kündigt schon mal an: "Ich werde dann kontrollieren, ob alles mit der Mannschaft in Ordnung ist."