Bleibt nicht mehr liegen: Dodi Lukebakio (25) erklärt nach dem Hoffenheim-Spiel seinen wunderbaren Wandel bei Hertha BSC. 
Bleibt nicht mehr liegen: Dodi Lukebakio (25) erklärt nach dem Hoffenheim-Spiel seinen wunderbaren Wandel bei Hertha BSC.  City-Press

Das Spiel gegen die TSG Hoffenheim war der letzte Beweis, dass es bei Dodi Lukebakio (25) klick gemacht hat. Der Belgier ging keinem Zweikampf aus dem Weg, ackerte in der Defensive und belohnte seine bärenstarke Leistung mit seinem dritten Saisontor, das Hertha das 1:1 gegen die TSG rettete. Die Gründe, warum das einstige Sorgenkind nun aufblüht, liefert der Stürmer gleich mit: Hertha-Trainer Sandro Schwarz.

Als Lukebakio in der 83. Minute ausgewechselt wurde, wurde es im Olympiastadion laut. Die Hertha-Fans honorierten den starken Auftritt des Flügelstürmers und verabschiedeten Lukebakio mit großem Applaus.

In den Katakomben nach Spielschluss war er entsprechend gut gelaunt. Lukebakio lobt: „Nach dem Mainz-Spiel war es wichtig, dass wir das Spiel nicht verlieren. Natürlich können wir auch einiges besser machen, aber es gibt keinen Grund, negativ gestimmt zu sein. Wir machen als Mannschaft immer mehr Schritte nach vorne.“

Hertha BSC: Lukebakio erklärt seinen Wandel

Dodi Lukebakio spürt das Vertrauen von Cheftrainer Sandro Schwarz und wurde von den Hertha-Fans bei seiner Auswechslung gegen Hoffenheim gefeiert.
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Dodi Lukebakio spürt das Vertrauen von Cheftrainer Sandro Schwarz und wurde von den Hertha-Fans bei seiner Auswechslung gegen Hoffenheim gefeiert.

Und daran hat Lukebakio großen Anteil. Fast vergessen scheint die Zeit, als er sich für defensive Drecksarbeit zu schade war und mit seiner Wehleidigkeit vielen Fans (und Trainern sowie Mitspielern) den letzten Nerv raubte. Auch in Wolfsburg, wohin ihn Hertha deswegen für ein Jahr verlieh, lief bei Lukebakio nicht viel zusammen. 

Doch seit dieser Saison ist alles anders. Und daran hat der neue Chefcoach Schwarz großen Anteil. Lukebakio: „Am Anfang kam der Trainer und hat gesagt, er werde alles geben, um mich zu verbessern. Jetzt habe ich ein gutes Gefühl und will alles auf dem Platz geben. Mit dem Vertrauen läuft alles besser. Ich muss nur arbeiten, dann wird es gut.“

Lukebakio schwärmt von Hertha-Trainer Schwarz

Dass die ersten zwei Hertha-Jahre und die Zeit in Wolfsburg ihm zugesetzt hatten, verrät Lukebakio indirekt: „Ich habe viele Spiele nicht gespielt, vor allem in der Rückrunde. Ich bin aber positiv geblieben. Ich dachte, es gibt keinen Grund, negativ zu sein.“

Und weil Schwarz bei Lukebakio die richtigen Knöpfe drückte, sagt der nun: „Letztlich ist es einfach: Dein Kopf ist leer. Du machst dann einfach, läufst, bist frei. Deswegen mache ich auch bessere Spiele.“

Neben Schwarz treibt Lukebakio aber auch die WM in Katar an. Der alte Dodi flog durch seine schwachen Leistungen aus der Nationalmannschaft. Dank seiner neuen Einstellung war er jüngst aber wieder dabei. Die WM-Frage sorgt auch für Funkeln in Lukebakios Augen, doch der neue Dodi weiß, was zu tun ist: „Erst mal ist es mein Ziel, hier gute Spiele zu machen und der Mannschaft so viel wie möglich zu helfen. Alles andere kommt dann hoffentlich.“

Lukebakio will zur WM – und den ersten Hertha-Heimsieg

Weitere Tore und vor allem Siege würden Lukebakios WM-Chancen sicherlich erhöhen. Mit dem vierten Remis in Serie verpasste Hertha den Befreiungsschlag und wartet weiter auf den ersten Heimsieg der Saison. Der soll nun gegen Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr, DAZN) endlich gelingen. Warum? „Weil ich glaube, dass wir stabiler und auf einem guten Weg sind. Das wird sich am Ende auszahlen“, erklärt Lukebakio. 

Besonders, wenn das einstige Sorgenkind so weitermacht ...

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