Dardai und seine Malocher! Herthas Trainer erwartet von seiner Mannschaft noch mehr Arbeitswillen.  imago/Reviersport

Die Erleichterung bei Hertha BSC ist einfach riesig! 3:1 (2:0) in Bochum gewonnen, Talfahrt gestoppt, der ausgerufene Neu-Start nach der WM-Quali-Pause ist erst mal gelungen. Was für manche einem Wunder gleichkommt, ist für Trainer Pal Dardai die Folge von – Arbeit.

Die Wogen sind nach Dardais Rücktrittsgerede nach dem 0:5 in München und den kernigen Antworten von Manager Fredi Bobic und Investor Lars Windhorst etwas geglättet, die Lage bleibt aber angespannt. Da helfen nur weitere Punkte. Die müssen am Freitag gegen Schlusslicht Fürth (20.30 Uhr, Olympiastadion) her.

Dardais Motto für den nächsten Dreier ist das von vorm Bochum-Spiel: arbeiten, arbeiten, arbeiten. Das trägt der 45-Jährige wie eine Monstranz vor sich her. Auch bei der Einordnung des Sieges beim VfL: „Die Mannschaft hat gut gearbeitet, hier muss gearbeitet werden. Wir hatten Arbeiter auf dem Platz, sind 5000 Meter mehr gelaufen als der Gegner und dann hat sich das auch gelohnt. Wir müssen einfach weiter arbeiten.“

Dardai erwartet wieder Arbeit, Arbeit, Arbeit

Fast logisch ist da schon Pals Erwartung für Freitag: „Ich hoffe auf einen Arbeitssieg.“ Palochertum galore! 

Weitere Tore von Suat Serdar wie in Bochum (37., 43.) oder ein Treffer von Myziane Maolida wie zum 3:1 (78.) würden helfen. Dardai gibt alles, um einen Hype um den Ex-Schalker und den neuen Franzosen zu verhindern: „Suat kann froh sein, dass er mit uns arbeitet. Er kommt von einer Mannschaft, mit der er zehn oder elf Monate nicht gewonnen hat. Hertha gibt ihm die Chance, er gibt das zurück. Er fühlt sich sehr wohl.“ Dass Maolida sofort traf, das schmunzelt Dardai einfach weg: „Das ist die Magie von Hertha BSC.“

Ein wenig von der und viel von seiner eigenen wird der Ungar auch für Fürth brauchen. Denn er muss sein gerade erst erfolgreich praktiziertes Defensivsystem („Was wir geübt haben, wurde sehr gut umgesetzt“) schon wieder umbauen. Jordan Torunarigha wird mit Verdacht auf Muskelfaserriss fehlen, Marton Dardai (Fuß) ist noch nicht fit.

Damit wird es bei den Innenverteidigern eng. Und Lukas Klünter droht eine Schulter-OP. Dardai verriet: „Klünti war wegen der Schmerzen schon fast unter Halbnarkose. Ich habe ihm gesagt: ,Hey, das war nicht mal eine halbe Stunde, ich muss mal überlegen, ob das schon für die Auflaufprämie reicht.’ Er sagte: ,Scheißegal, Hauptsache, wir haben gewonnen.’“ So was gefällt Dardai. Klar, dass ihm das Aus seines Vorzeige-Arbeiters richtig schmerzt... 

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