Müssen in Wolfsburg mal wieder eine Reaktion zeigen: Die Profis von Hertha BSC. City-Press

Es ist DIE Chance nach dem jüngsten Rückschlag wieder die Kurve zu bekommen. Andererseits steht für beide Teams am Sonnabend verdammt viel auf dem Spiel. Klar ist: Der Verlierer der Partie wird zur Lachnummer der Liga. Wolfsburg gegen Hertha, mehr Krise geht nicht!

Wolfsburg auf Schalkes Spuren

Vergangene Saison war das Zittern in der Liga groß. Wer gibt sich die Blöße und verliert gegen die Gurkentruppe Schalke 04? Während die Knappen bekanntermaßen mittlerweile in der Zweiten Liga kicken, bemüht sich der VfL Wolfsburg im Oberhaus um eine neue, aber ähnlich legendäre Sieglos-Serie.

Na gut, ganz so schlimm wie bei den Gelsenkirchenern ist die Lage in der Autostadt noch nicht. Während Schalke bis auf ein Spiel an den Negativ-Rekord von Tasmania Berlin (31 Spiele ohne Sieg) ranrückte, steht Wolfsburg bisher „nur“ bei acht Pflichtspiel-Pleiten in Folge. Wölfe-Coach Florian Kohfeldt ringt bereits zwei Monate nach seinem Dienstantritt als Nachfolger für den entlassenen Mark van Bommel nach Worten, für Stürmer Wout Weghorst fühlt sich einfach nichts mehr richtig an.

Für Hertha bedeutet die Wolfsburger Planlosigkeit nicht weniger als allerhöchste Gefahr. Dabei haben die Blau-Weißen selbst ganz eigene, teilweise nicht weniger große Probleme – und das in nahezu allen Bereichen.

Serdar fehlt Hertha beim VfL

In der Offensive ist Hertha weiter harmlos. Und die Personallage bleibt dünn. Beim 1:3 gegen Köln agierte in der Schlussphase aus Mangel an Alternativen sogar Kevin-Prince Boateng als Mittelstürmer. Wiederholen wird sich das beim VfL nicht. Boateng fehlt genau wie Suat Serdar, die letzte blau-weiße Konstante, gelbgesperrt. 

Während der nach Florenz verliehene Kris Piatek auf sein Debüt in der Toskana brennt, droht Herthas eigentliches Stamm-Sturmduo Stevan Jovetic und Ishak Belfodil auch am Sonnabend auszufallen. Jovetic (Wade) trainiert weiterhin nur individuell, Belfodil (Corona) verbrachte seinen 30. Geburtstag noch in Isolation. Cheftrainer Tayfun Korkut wünscht sich wohl noch mindestens einen neuen Angreifer, weicht Fragen aber aus: „Ich vertraue da Fredi Bobic komplett.“

Hertha ist die Schießbude der Liga

Noch gruseliger ist die Lage in der Abwehr. Hertha ist nach 18 Spieltagen die Schießbude der Liga (38 [!] Gegentore). Nur Schlusslicht Greuther Fürth, designierter Absteiger, kassierte noch mehr. Korkut genervt: „Um zu punkten, müssen wir immer mindestens zwei Tore schießen. Das geht nicht.“

Darüber hinaus ist der Nachfolger von Pal Dardai weiterhin als Seelenklempner gefragt. Denn Hertha befindet sich nun seit mehr als zwei Jahren vor allem im Krisenmodus, weil das Team zu labil ist. Verweigerte man in der Hinrunde allzu oft die Gegenwehr wie beim 0:5 in München und beim 0:6 in Leipzig, brach man auch zum Rückrundenauftakt gegen Köln nach eigentlich gutem Beginn mit dem ersten Gegentor zusammen.

Totale Blackouts oder simple Stellungsfehler nach Einwürfen. Fast immer macht sich Hertha das eigene Spiel kaputt. Korkut lehnt sich trotz des Dauerzustands weit aus dem Fenster, verspricht: „Diese Fehler werden sich nicht wiederholen.“

Hoffnung macht eigentlich nur, dass der VfL noch schlechter spielt. Wolfsburg gegen Hertha BSC, mehr Krise geht nicht!

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