Carsten Schmidt (57) setzte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt gleich ein Zeichen. Dem neuen Boss der Hertha-Bosse liegt soziales Engagement am Herzen, er verteilte Anfang Dezember am Alexanderplatz warmes Essen und kleine Geschenke an Obdachlose und Bedürftige. Foto:  City-Press

Fünf Tage ist das neue Jahr alt und die Liste an guten Vorsätzen bei Hertha BSC lang. Nach dem total verkorksten blau-weißen Jahr soll es 2021 endlich aufwärts gehen. Neben, vor allem aber auf dem Platz. Lesen Sie mal, wie der neue Boss der Bosse Carsten Schmidt den blau-weißen Laden umkrempelt. Sein Ziel: Wo Hertha draufsteht, muss Erfolg drin sein. 

Sponsoren: Neues Jahr, neuer Sponsor, erster Sieg. Besser hätte der Jahresstart nicht laufen können. „Wir wollten unbedingt diese Brust vermarkten. Diesen Schwur haben wir uns gegeben. Das haben wir geschafft“, freut sich Herthas neuer CEO nach der zähen Sponsoren-Suche. In Zukunft sollen noch mehr Einnahmen generiert werden. Die Voraussetzungen seien dafür in Berlin und mit der Marke Hertha BSC prächtig: „Hertha ist viel mehr als ein gewonnenes oder verlorenes Spiel oder ein Tabellenstand am Ende der Saison.“

Transfermarkt: Ob Hertha bis Ende Januar neue Spieler verpflichten wird, und wenn ja, welche, sei noch offen. „Wir gehen dieses Thema in dieser Woche gemeinsam an“, erklärt Schmidt. Finanz-Chef Ingo Schiller umstrich erneut: „Wir sind handlungsfähiger aufgrund der Kapitalausstattung.“ Aber: Eine Shoppingtour wie vergangenen Winter, als Hertha fast 80 Millionen Euro investierte, wird es nicht geben.

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Außendarstellung: Die Beziehungen zu Investor Lars Windhorst sollen verbessert werden. Schmidt suchte unmittelbar nach Dienstantritt das Gespräch. „Das war auch Thema. Wir wollen an einem Strang ziehen. Das haben wir für das neue Jahr vereinbart. Seitdem ist es deutlich ruhiger und besser.“

Chefsache: Schmidt gilt als Teamplayer. Der langjährige Chef des TV-Senders Sky legt aber gerne den Finger in die Wunde, hinterfragt vieles und schiebt – wie mit Windhorst geschehen – jede Menge an. Klar ist: Schiller und Michael Preetz sind noch für ihre Kerngebiete Finanzen und Sport zuständig. Das letzte Wort in allen Bereichen hat nun Schmidt.

Sportlich: Trotz der vielen Aufgaben betont Schmidt: „Unser gesamter Fokus ist, mehr Fußballspiele zu gewinnen. Darauf ist die Organisation heiß.“ Schmidt will, dass Ruhe einkehrt. Dann sei Hertha in einer exzellenten Ausgangsposition. „Wir sehen uns als Gruppe, die attackieren will.“