Herthas Lukas Klünter tröstet Marco Richter. Das 0:0 in Wolfsburg tat auch sonst weh. Foto: City-Press

Es ist wirklich hart, sich die blau-weißen Spiele anzuschauen. Alles ist verkrampft, zäh und bleiern. Die Nullnummer von Wolfsburg brachte einen Punkt, aber für den Zuschauer am Ende nur Frust.

Es war ein Kellerderby. Für die Wolfsburger, die vorher acht Spiele in Serie verloren haben, aber viel mehr als für die Blau-Weißen. Die hatten ja wenigstens aus den vorherigen fünf Partien sieben Punkte geholt. Die Wölfe heulen seit Monaten und sind psychisch mehr als angeschlagen. Warum also nicht mit aller Gewalt und mit Mut ins Risiko gehen?

Offensive mit Spaß. Trainer Tayfun Korkut fordert es, aber irgendwie haben es die Spieler noch immer nicht in den Köpfen drin. Vor Weihnachten sah alles noch vielversprechender aus – und jetzt? Es waren 90 Minuten der gehemmten Kontrolle.

Der vorschnelle Spott im Netz über beide Teams ließ nicht lange auf sich warten. Da twitterte jemand tatsächlich:  „Die CIA wird künftig einen Mitschnitt von Wolfsburg gegen Hertha statt Waterboarding einsetzen.“ Das ist ein zynischer Ausdruck des brutalen Frustes über dieses Spiel. Konstruktiv sind solche Kommentare zwar nicht, trotzdem sollten sie als Mahnhinweis verstanden werden.

Die Fans wollen Spaß am Fußball haben. Diesen anzubieten, ist der Hauptjob der Profis. Hertha macht den meisten keine Freude mehr. Und das schon seit zweieinhalb Jahren.

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