Achtung, das ist keine Sonnenbrille für Florida-Wetter! Oliver Christensen im Spezialtraining mit Stroboskop-Brille für höhere Reaktionsgeschwindigkeit.
Achtung, das ist keine Sonnenbrille für Florida-Wetter! Oliver Christensen im Spezialtraining mit Stroboskop-Brille für höhere Reaktionsgeschwindigkeit. City-Press

Wo dieser Däne ist, herrscht gute Laune! Herthas Torwart Oliver Christensen (23) strahlt im Trainingslager in Florida mit der Sonne um die Wette. Der einzige blau-weiße WM-Fahrer ist zurück und haut jetzt einfach mal im Interview auf der Vereins-Homepage raus: „Es ist einfach geil, wieder bei Hertha zu sein!“

Herthas neue Nummer eins hat die Herzen der Fans im Sturm erobert. Nicht nur wegen seiner Paraden, es ist seine lockere skandinavische Art, die alle im Team ansteckt. Eine Szene sagt alles: Beim Ball-Hochhalten im Kreis mit den Feldspielern vor dem echten Trainingsprogramm lässt der blonde Hüne ihn vom Fuß fallen. Bei Hertha ist es ein Ritual, dafür gibt es kleine Nackenschläge von den Mitspielern. Christensen nimmt es mit einem Lachen hin und die Laune steigt.

Christensen: „Geil, täglich miteinander abhängen“

Herthas Torwart Oliver Christensen hat mit Myziane Maolida und Dodi Lukebakio viel Spaß in der Eistonne.
Herthas Torwart Oliver Christensen hat mit Myziane Maolida und Dodi Lukebakio viel Spaß in der Eistonne. City-Press

„Das Gefühl ist gut! Alle sind fit, ziehen mit und freuen sich, als Gruppe wieder zusammen zu sein – das ist die Voraussetzung. Ich habe die Jungs und das ganze Team drumherum fast zwei Monate nicht gesehen. Daher ist es geil, wieder täglich miteinander abzuhängen“, sagt der Mega-Sympathikus.

Bei dem Jungen sind es keine Floskeln, sondern er meint es wirklich so. Er hat ein Traumjahr hinter sich. Stammkeeper im Verein geworden und dann auch noch mit Dänemark zur Weltmeisterschaft nach Katar. „Ich werde es mit der Zeit erst noch richtig realisieren, dass ich bei einer WM war. Schon als kleiner Olli war das mein größter Wunsch“, lacht er los und ergänzt: „Es war eine richtig coole Erfahrung, die mir zusätzliche Motivation gibt. Vor einem Jahr hätte ich niemals daran geglaubt, mein Heimatland vertreten zu dürfen.“

Nach der WM hatte er noch Heimaturlaub in Dänemark gemacht und stieß erst beim Abflug nach Florida wieder zum Team. „Es war schön, um die Akkus wieder aufzuladen. Nach zwei Wochen habe ich mich dann allerdings schon wieder extrem auf Hertha, die Mannschaft und Berlin gefreut. Es ist ein gutes Zeichen, wenn man seine Kollegen vermisst, oder?“, sagt er mit einem schelmischen Grinsen.

Christensen: „Der Spaß darf nicht zu kurz kommen“

Doch Christensen kann auch nachdenklich und ernst sein und erinnert sich an den 31. Dezember zurück: „Ich war an Silvester 2021 dankbar für viele Dinge, die ich erreicht habe, im vergangenen Jahr habe ich wirklich viel gelernt. Ich muss immer dranbleiben, auch wenn manches nicht funktioniert. Auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen.“ Den hatte er auch beim neuen Spezialtraining mit Stroboskopbrille, welche durch das flackende Licht, die Reaktionsschnelligkeit erhöhen soll.

Mit dem Gute-Laune-Menschen bestimmt nicht. Er steht nicht nur im Tor, sondern auch für den völlig neuen, wiederentdeckten Teamspirit in der Gruppe. In Florida wird gerade die nächste Stimmungsstufe gezündet. Schlusswort Christensen: „Jetzt soll unser Weg in der Tabelle weiter nach oben führen. Dafür müssen und werden wir positiv bleiben. Ich habe großen Glauben an diese Mannschaft. Die Unterstützung der Fans ist fantastisch. Wir müssen weiter als ganzer Verein zusammenhalten, auch wenn es mal schlechte Momente geben wird. Das habe ich zuletzt sehr stark gespürt. Das merken auch die Fans, die sehen, dass wir wollen und immer 100 Prozent geben.“

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