Matheus Cunha fasst sich an den Kopf. Wie geht es mit dem Brasilianer bei Hertha weiter? Foto: City-Press

Das Theater um Herthas Mittelfeldspieler Matheus Cunha (21) geht nach zwei Lustlos-Auftritten gegen Mainz (0:0) und in Freiburg (1:4) weiter – oder ist das nur gemeines Spiel mit dem Brasilianer? Es geht um eine Tagesreise in die Schweiz.

Der Brasilianer flog Dienstag nach Zermatt. Als Bilder, von seiner Freundin Gabriela und seiner Mutter Luzi geschossen, im Internet mit Cunha im Privatjet auftauchten, war die Aufregung groß.

Denn eigentlich sollten alle ausländischen Profis wegen der Corona-Pandemie in Berlin bleiben. Viele fragten sich, ob Cunha jetzt komplett abhebt und für noch mehr Ärger sorgt, nachdem er von Trainer Bruno Labbadia in Freiburg in der Halbzeit ausgewechselt wurde und danach hart kritisiert wurde (O-Ton Labbadia: „Unterirdisch!“).

Die Aufklärung erfolgte vom Verein am Mittwochmorgen. Hertha ließ verlauten, dass die Reise wegen einer Behandlung seiner Leiste abgesprochen war und Cunha bereits wieder in Berlin ist, um hier, wie alle anderen Spieler, zuhause Weihnachten feiert. Also kein Verstoß, kein weiterer Ärger!

Zur Erklärung: Cunha kam im Sommer 2017 von Brasilien nach Europa. Seine erste Station war der Schweizer Klub FC Sion. Es ist gut möglich, dass er dort einen Arzt oder Physiotherapeuten seiner Wahl gefunden hat und sich deswegen dort lieber behandeln lässt. Das ist im Profifußball nicht unüblich.

Doch eine Frage bleibt trotzdem: Warum nimmt er für eine medizinische Behandlung seine Mutter, Schwester und Freundin mit in die Schweiz? Cunha gibt nicht nur dem Trainer Rätsel auf. Langsam wird er zum Problem für den ganzen Verein. Herthas Weihnachtsstimmung ist nach dieser Episode wenigstens ganz verflogen …