Kevin-Prince Boateng ist mit seiner Leistung selbst unzufrieden und schreit seinen Frust heraus. Foto: Imago Images

Jeder wusste es bei Hertha BSC. Die Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng (34) trägt ein großes Risiko und die große Frage: Kann der Edel-Techniker und Anführer in der Bundesliga in seinem Alter noch Schritt halten? Nach über drei Monaten ist die brutale Antwort: Bisher nicht!

Beim 1:2 gegen Freiburg war Boateng zwanzig Minuten in der Lage Regie bei den Blau-Weißen zu führen. Danach begannen die Probleme. In der 29. Minute trat er Freiburgs Nicolas Höfler am Mittelkreis auf den Fuß – nicht aus Absicht. Er kam schlichtweg zu spät in den Zweikampf. Seine Fitness ist noch immer nicht da.

Damit ist er auch selbst unzufrieden. In dieser Woche kam sein ganzer Frust heraus und er stritt sich mit Pal Dardai beim Trainingsspiel wegen eines vom Coach aberkannten Tores. Eigentlich lächerlich, doch es sagt einiges über Boatengs Gemütszustand aus. Seine Rückkehr zu seinem Heimatverein hat er sich anders vorgestellt.

Sieben Spiele sind gespielt. Die Netto-Einsatzminuten von Boateng betragen gerade mal 237. Das sind nicht mal drei Partien. Im Training kann er manche Sprungübungen nicht mitmachen. Gestern war er gar nicht auf dem Platz. Er trainierte individuell in der Kabine, um seinen Körper auf einen besseren Stand zu bringen. Denn er weiß auch: Für den Anspruch als Leitwolf muss er mit seinen Teamkollegen im Fitnessbereich mithalten können. Sonst nehmen ihm die Mitspieler diese Rolle bald nicht mehr ab.

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