Der Verkauf von John Cordoba soll bei Hertha BSC für einen Geldregen gesorgt haben. Oder doch nicht? City-Press

Als wäre der Verkaufs-Schmerz über die vielen Hertha-Abgänge für die Fans nicht schon groß genug …

Als Trostpflaster galt insbesondere der kolportierte Geldregen für Mittelstürmer Jhon Cordoba (28). Für den Kolumbianer, der in 21 Spielen sieben Tore erzielte, kassierte Hertha nach übereinstimmenden Medienberichten 20 Millionen Euro vom FK Krasnodar. Doch dem widerspricht nun Krasnodar-Boss Vladimir Khashig vehement.

Kassierte Hertha für Cordoba nur die Hälfte?

„Das ist nicht wahr“, bekräftigte der Geschäftsführer der Russen in einem Interview. Khashig weiter: „Woher haben die Medien die Information, dass unser Verein Cordoba für einen solchen Betrag erworben hat? Ich erkläre offiziell, dass der FK Krasnodar den Stürmer Jhon Cordoba für 10,5 Millionen Euro erworben hat, zuzüglich kleiner Prämien für den Fall, dass der Verein in den europäischen Wettbewerben gut abschneidet. Das ist die Summe, und nur sie entspricht der Realität.“

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10,5 statt 20? Das wäre eine herber Schlag. Statt fünf Millionen Euro Gewinn hätte Hertha mit Cordoba (kam ein Jahr zuvor für 15 Mio. Euro vom 1. FC Köln) dann sogar fünf Millionen Verlust gemacht.

Cordoba spielt krass in Krasnodar

Offiziell kommunizierten die Blau-Weißen nie, wie viel Geld tatsächlich floss. Sportchef Fredi Bobic verkündete nur: „Für Jhon hat sich diese Möglichkeit ergeben und er wollte sie unbedingt nutzen. Wir haben offen und konstruktiv an einer für beide Seiten guten Lösung gearbeitet. Letztlich ist dieser Transfer Teil unserer Gesamtplanungen, was die Zusammensetzung des Kaders betrifft. Wir bedanken uns bei Jhon für seinen Einsatz bei Hertha BSC und wünschen ihm alles Gute für seine persönliche Zukunft.“

Wahrscheinlich liegt die Wahrheit in der Mitte. Fakt ist dagegen: Während Hertha an den ersten drei Spieltagen nur wenig Torgefahr versprühte (2 Treffer), spielt Cordoba krass in Krasnodar. 

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