Ersatztorhüter Marcel Lotka und Trainer Felix Magath sind trotz des 1:2 in Leverkusen zuversichtlich, dass Hertha die Klasse hält. Foto: City-Press, Imago

An Selbstvertrauen mangelt es Herthas Ersatztorhüter Marcel Lotka nicht. Das merkt man auf dem Platz – und nach dem Spiel in den Interviews. Der 20 Jahre alte Pole, ab Minute 13 für den verletzten Alexander Schwolow beim 1:2 in Leverkusen auf dem Platz, parierte einige Male stark und glaubt vor allem wegen Trainer Felix Magath an ein Hertha-Happy-End.

„Es ist etwas ganz Besonderes, ihn als Trainer zu haben. Man lernt viel von ihm“, erklärte Lotka und schob über Magaths Aura mit einem Schmunzeln hinterher: „Man merkt, wenn er im Raum ist.“ Aufgrund Magaths Magie ist sich Lotka sicher: „Wir schaffen den Klassenerhalt auf jeden Fall.“

Über seinen Kaltstart sagte Lotka, der Schwolow wegen einer Oberschenkelverletzung bereits zum vierten Mal in dieser Saison vertrat und im Sommer ablösefrei zu Borussia Dortmund wechselt: „Es war ungewohnt von der Bank zu kommen. Aber man muss immer bereit sein. Ich habe versucht der Mannschaft zu helfen und sie zu pushen. Die ersten Minuten waren gut von uns. Wir standen hinten gut, haben auf Konter gelauert und am Ende nochmal die Riesenchance. Leider hat es nicht geklappt.“

Hertha verteidigt unter Magath besser

Dass Hertha unter Magath zusammengerückt ist, kompakter und geschlossen verteidigt, merkte auch der Gegner. Bayer-Torhüter Lukas Hradecky schnaufte nach Abpfiff und machte Hertha indirekt Hoffnung: „Sie beißen, sind schwer und unangenehm zu spielen unter Magath. Das wird für viele Teams noch schwer.“

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Herthas Marcel Lotka kam in Leverkusen bereits in der 13. Minute für Alexander Schwolow in die Partie.

Auch Magath ist nach seinem zweiten Spiel und der ersten Niederlage weiterhin optimistisch, den Abstieg in die Zweite Liga zu verhindern: „Ich bin zuversichtlich. Das wird schon. Wir haben beim Tabellendritten gespielt, hatten also nur Außenseiterchancen. Leverkusen war die bessere Mannschaft, aber wir hatten bis zum Schluss die Chance, das zweite Tor zu machen.“

Auf Hertha wartet viel Arbeit vor dem Derby gegen Union

Zufrieden war er dennoch nicht. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Kampf angeboten, dadurch die Leverkusener spielen lassen. Sie hatten dann ein Übergewicht und waren die deutlich bessere Mannschaft. Wenn man unten steht, muss man mehr kämpfen,“, analysierte der 68 Jahre alte Cheftrainer, der sein Comeback nach 3451 Tagen gelassen zur Kenntnis nahm: „Viel hat sich nicht verändert.“

Dagegen bleibt vor dem Derby gegen den 1. FC Union (Sonnabend, 18.30 Uhr, Sky) noch viel Arbeit. Vor allem muss Magath die Offensive in Schwung bekommen. „Ich lerne jeden Tag die Spieler besser kennen. Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen. Acht, neun Spieler waren während der Länderspielpause nicht da. Da kann man nicht vernünftig trainieren. Bis zum Derby müssen wir noch ein bisschen zulegen“, erklärte Magath.

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