Hertha-Boss Fredi Bobic (r.) steckt durch den Erfolg von Chefcoach Felix Magath womöglich wie bei Pal Dardai bald wieder in der Trainer-Falle. Imago

Herthas Luft wird wieder frischer für Fredi Bobic. Die mit Felix Magath eingeleitete Rettungsmission bringt dank zuletzt sieben Punkten Ruhe. Fast vergessen ist die schier unendliche Sieglos-Serie 2022 unter Kurzzeittrainer Tayfun Korkut. Drei Punkte noch gegen Mainz und die Blau-Weißen haben das Abstiegsgespenst endgültig verjagt. Mit dieser Planungssicherheit beginnt für Bobic die eigentliche Arbeit als Manager. Doch hier könnte, wie im Vorjahr, der jüngste Erfolg nicht wirklich passen. Frei nach dem Motto: Und jährlich grüßt der Abstiegsretter.

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Versetzen wir uns einmal kurz in die Zukunft. Es ist Sonnabend, kurz vor halb neun abends. Im Olympiastadion feiern die Blau-Weißen durch einen Sieg gegen Mainz den vorzeitigen Klassenerhalt. Felix Magath hat seinen schwersten Job erfolgreich erledigt und schon werden die Rufe nach einem Bleiben des Magiers lauter. Was logisch klingt, ist für Bobic die Neuauflage seiner Zwickmühle von vor einem Jahr.

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Wie geht es mit Magath bei Hertha weiter?

Im Frühjahr 2021 reibt sich Hertha im Abstiegskampf auf. Nach Ante Covic, Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri und Bruno Labbadia kommt Pal Dardai zurück und rettet Hertha am vorletzten Spieltag vor dem Abstieg.

Die Fans schließen die Vereinslegende wieder in ihr Herz, die Sehnsucht nach der Stabilität aus Pals erster Amtszeit ist groß. Bobic, gerade erst aus Frankfurt losgeeist und auf den Managerposten gehoben, binden all die Vorschusslorbeeren die Hände. Nach einer Ewigkeit macht er Dardai zum Coach. Da hatte sich längst das Gefühl eingeschlichen, Bobic wollte Dardai eigentlich nicht, beugte sich nur äußeren Umständen.

Egal wie, bei Hertha bleibt es spannend

Die gleiche Situation könnte ihn nun mit Magath erneut ereilen. Hier droht allerdings viel mehr Wucht. War Dardai in der Zusammenarbeit mit dem Manager eher Teamplayer, so ist Magath auf diesem Gebiet ein Alphatier. Nicht ausgeschlossen, dass bei einem Trainer Magath ein Manager Bobic nur den Wunschzettel des Trainers abarbeiten soll. Ein Worst-Case-Szenario für Bobic.

Vielleicht aber haben sich bei Hertha nach dem dritten turbulenten Jahr auch endlich alle mal ganz lieb und bauen Stein auf Stein was Neues auf. Auch dafür könnten Bobic, Magath und vor allem Mark Fotheringham stehen. Der Co-Trainer hat sich mit seiner ebenso lockeren wie engagierten Art zu Herthas Schattenmann entwickelt. Mit ihm hat Hertha wieder einen Assistenten, der sich nicht scheut, ins Rampenlicht zu treten.

Es bleibt auf jeden Fall spannend bei Hertha.

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