Bruno Labbadia trainierte Timo Werner in Stuttgart. imago-images/Sportfoto Rudel

Neues Selbstbewusstsein bei Hertha BSC nach dem 3:0 in Hoffenheim und dem 4:0 gegen den 1. FC Union. Der neue Trainer Bruno Labbadia machte es möglich. Doch am Mittwoch (18.30 Uhr) kommt der absolute Härtetest bei RB Leipzig. Es geht gegen Nationalstürmer Timo Werner (24), der wieder in Topform ist. Wer soll den Angreifer stoppen?

Eine Manndeckung wird es auf keinen Fall gegen Werner geben. „Da müssten wir dann einige von Leipzig in Manndeckung nehmen. Ich wüsste keinen, den wir nicht nehmen müssten. Wir müssen das im Kollektiv hinbekommen“, erklärt Labbadia. Es wird also nicht nur die Aufgabe der beiden Innenverteidiger Dedryck Boyata und Jordan Torunarigha sein. Alle müssen mithelfen, den pfeilschnellen Leipziger Stürmer weitestgehend auszuschalten.

Labbadia hat eine sehr hohe Meinung von Werner. Kein Wunder, schließlich ebnete der Coach in seiner Stuttgarter Zeit dem Ausnahmestürmer den Weg in den Profifußball, als Werner 17 Jahre alt war. „Seine Voraussetzungen sind außergewöhnlich. Timo zeigt jede Woche, dass er Tore schießen will – das hast du immer schon gesehen. Deshalb ist er Nationalspieler und in der Torschützenliste weit vorn. Er hat eine Wahnsinnsqualität, eine Riesenwaffe mit seinem Tempo.“ Das bekam Hertha in den vergangenen sieben Bundesliga-Spielengegen RB immer zu spüren.

Werner machte in den Partien insgesamt acht Tore. Die Blau-Weißen haben eine Gruselbilanz gegen den Brauseclub. Sechs Niederlagen, nur ein Sieg. Das war ein 3:2 in Leipzig im Dezember 2012. Manager Michael Preetz: „Nur daran erinnere ich mich gerne.“ Vielleicht kommt am Mittwoch der zweite Sieg dazu. Mit Labbadia scheint alles möglich zu sein.