Traf in der Vorbereitung wieder regelmäßig für Werder: Hertha-Leihgabe Davie Selke. Foto: Imago Images

Für Davie Selke (25) war es eine Kröte, die er schlucken musste. Damit sein Blitz-Abschied von Hertha BSC zu seinem Lieblingsklub Werder Bremen am letzten Tag der Wintertransferperiode am 31. Januar überhaupt über die Bühne ging, verpflichtete sich der Angreifer, im direkten Duell gegen die Blau-Weißen am 7. März (2:2) nicht zu spielen. Diese Klausel hatte Hertha-Manager Michael Preetz extra mit seinem Werder-Kollegen Frank Baumann ausgehandelt.

Damals steckten Werder und Hertha noch im Abstiegskampf, weshalb die Blau-Weißen das Vertragsdetail in Selkes Leihe einbauten. Selke sagte später vor seiner Rückkehr dem KURIER: „Aufgrund unserer Situation ist es extrem ärgerlich, dass ich zuschauen muss. Ich hätte gerne meinen Beitrag geleistet. Aber ich halte mein Wort.“

Werder rettete sich bekanntlich gegen Heidenheim in der Relegation, spielt auch in der kommenden Saison im Oberhaus. Bereits am ersten Spieltag (19. September) müssen die Blau-Weißen bei den Norddeutschen ran. Und dann darf auch Selke wieder stürmen.

„In der kommenden Saison gilt dieser Passus nicht mehr. Davie darf spielen“, fasst Baumann gegenüber dem Internetportal „Deichstube“ kurz und knapp zusammen und erklärt rückblickend: „Ohne die Klausel wäre der Transfer nicht zustande gekommen.“

Noch ist Selke, der sich in der Vorbereitung wieder in verbesserter Form zeigt, weiterhin nur bis zum Ende der neuen Saison ausgeliehen. Sollte Werder erneut den Klassenerhalt schaffen, greift allerdings eine Kaufpflicht zu rund zehn Millionen Euro.