Im Hinspiel schaffte Hertha mit viel Kampf und Willen in Bremen ein 1:1. Vladimir Darida setzt zur Grätsche gegen Werders Johannes Eggestein an. Foto: Imago-Images/Bergmann

Klappt es Samstag (15.30 Uhr) mal mit einem Heimsieg im Olympiastadion? Erst dreimal konnten die blau-weißen Fans so richtig in der Betonschüssel über einen Erfolg jubeln. Für Hertha BSC geht es gegen den Tabellenvorletzten Werder Bremen, der seit sechs Spielen nur noch verloren hat. Ein Dreier gegen die Hanseaten ist Pflicht und würde die kriselnde Lage beim Hauptstadtklub etwas entspannen. Doch wenn Hertha gegen Werder vergeigt, ist der Abstieg nicht mehr weit.

Die Blau-Weißen haben ein Sechs-Punkte-Polster auf Relegationsplatz  16. Das  ist nur eine trügerische Sicherheit. Denn nach dem Bremen-Spiel muss Hertha in den restlichen neuen Liga-Spielen nur noch gegen Teams ran, die besser sind.

Heute ist für den Hauptstadtklub der Abschluss der Keller-Liga. Aus den bisherigen vier Spielen, begleitet vom unverantwortlichen Trainerrücktritt Jürgen Klinsmanns, gegen die anderen Kellerkinder Mainz (1:3), Paderborn (2:1), Köln (0:5), Düsseldorf (3:3) holte Hertha gerade mal vier Punkte. Zur Erinnerung: In diesen vier Spielen schaffte selbst der beurlaubte Coach Ante Covic in der Hinrunde neun Zähler.

Der Vergleich mit den anderen Kellerteams sieht so aus: Mainz erkämpfte sieben Zähler, Köln (6 in drei Spielen), Düsseldorf (5), Paderborn (1), Bremen (0 in drei Spielen). Gibt es für Hertha jetzt endlich einen Anstieg der Formkurve?

„Wir wollen den Schwung aus der zweiten Halbzeit in Düsseldorf mitnehmen“, hofft Interimstrainer Alexander Nouri. Vergangene Woche verhinderten die Blau-Weißen mit einer Aufholjagd nach 0:3-Rückstand ein Debakel gegen Fortuna und rettete wenigstens noch einen Punkt.

Doch Samstag spielt Hertha wieder im Olympiastadion. In der Heimtabelle liegt Hertha mit elf Punkten auf Rang 16. Es gab in dieser Saison erst drei Heimsiege. Der Fluch muss beendet werden. Eigentlich ist es so einfach. Denn Bremen ist mit 53 Gegentoren die Schießbude der Liga. Eigentlich...

 Manager Michael Preetz schaute sich diese Woche jeden Tag das Training an und sagt: „Jetzt gilt es eine bessere Abstimmung auf dem Platz und mehr Zugriff auf die Partien zu bekommen.“ Wenn nicht, muss er wohl den vierten Trainer der Saison verpflichten. Denn dann ist der Abstieg nicht mehr weit.