Manager Fredi Bobic findet in seiner ersten Hertha-Saison nur Dauer-Krise vor. Imago Images/Räppold/Koch

Herthas Fußballjahr 2022 hat den zweiten GAU. Erst die Pokalderby-Pleite gegen Union und jetzt die 1:2-Blamage bei Fürth. Zwei größte anzunehmende Unfälle. Die Blau-Weißen haben seit sechs Pflichtspielen keinen Sieg mehr eingefahren.

Der branchenübliche Reflex wäre jetzt, die Trainerfrage zu stellen. Denn so kann es nicht mehr weitergehen. So geht es in die Zweite Liga. Problem ist nur: Der Coach wurde schon mal in dieser Saison ausgetauscht.

Ich frage mich, was jetzt wohl Fredi Bobic denkt. Der ehrgeizige Manager ist bei den Blau-Weißen im Sommer 2021 angetreten mit einem Plan, mit Wertevorstellungen von einer aggressiven, gierigen, offensiven Mannschaft. Wegen des Sicherheits-Spielstils und mangelnder Punktezahl musste Pal Dardai im November 2021 gehen.

Mit Tayfun Korkut sollte der Mut-Fußball kommen. Ganze vier Partien der Hinrunde konnte man berechtigterweise darauf hoffen. Jetzt braucht erstmal keiner mehr davon zu reden. Es geht um die Existenz des Klubs. Zwölf Spiele Kampf, nicht mehr, nicht weniger. Es ist keine Zeit mehr für perspektivischen Neuaufbau in der dritten Krisensaison in Folge.

Bobic ist auch Realist und sieht die Situation. Er wird genau hinschauen, ob Korkut es in den nächsten Wochen schafft, eine Kampftruppe aus den Spielern zu machen.

Lesen Sie hier mehr über Hertha BSC>>