2019 fand das Derby zwischen Union und Hertha vor ausverkauftem Haus statt und bot eine beeindruckende Kulisse. Imago

Die Vorfreude wächst hier wie dort von Tag zu Tag. Doch 72 Stunden vor dem Derby-Anpfiff könnten die Fans des 1. FC Union und Hertha BSC einen herben Dämpfer kassieren. Der Grund sind mal wieder die rasant steigenden Corona-Zahlen.

Es schien angerichtet. Die Eisernen stellten für das Stadtduell einen Antrag auf Vollauslastung unter 2G-Bedingungen (ausgenommen sind Jugendliche unter 18 und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können). Es wäre das erste Mal seit dem 1. März 2020, dass wieder 22.012 Zuschauer in Köpenick ins Stadion dürften.

Mittwoch fällt die Derby-Entscheidung

Das Problem: Zwar unterliegen 2G-Veranstaltungen, anders als bei 3G, keinerlei Beschränkungen. Allerdings müssen Events mit mehr als 2000 Zuschauern von der Senatsverwaltung genehmigt werden. Senats-Sprecherin Sylvia Schwab: „Am Dienstagnachmittag findet ein Gespräch zwischen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dem 1. FC Union und Hertha BSC zum Derby statt, bei dem auch Fragen zum Infektionsschutz besprochen werden sollen.“

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Dich an dicht nach Köpenick: Einen Fan-Marsch der Herthaner wie 2019 sieht die Berliner Polizei wegen der Pandemie kritisch.

Ob es für das Derby mit der gesamten Brisanz drum herum tatsächlich grünes Licht für eine Vollauslastung gibt, wird daher erst im Laufe des Mittwochvormittags verkündet. Bedeutet: Union und Hertha zittern um die Derby-Stimmung!

Fan-Märsche beim Derby kritisch

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Hertha stehen als Gast zehn Prozent der Karten zu. Bei einer vollen Hütte wären das 2400 Tickets, die unter den Blau-Weißen verlost werden. Auch die Eisernen werden die Lostrommel für Nicht-Dauerkartenbesitzer rühren. Allerdings erst ab Mittwoch, wenn feststeht, wie viele Fans beim ersten Teil der Berliner Derby-Trilogie dabei sein dürfen.

Auch die Polizei befindet sich mit beiden Klubs im Austausch, wartet vor der finalen Einsatzbesprechung aber noch die Senatsentscheidung ab. Als kritisch gelten vor allem Fan-Märsche vor dem Spiel. 2019 zogen Tausende Herthaner durch Friedrichshain in Richtung Stadion. Bilder, die man beim Senat während der Pandemie vermeiden will.

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