Herthas Vladimir Darida hat den Stammplatz ins Visier genommen. Im Trainingscamp in Österreich zeigt sich der Tscheche trotz EM und Urlaub in guter Form. Foto: City-Press

Da läuft er wieder! Herthas Vladimir Darida (30) ist nach der EM mit Tschechien wieder zurück und präsentiert sich komplett fit im Trainingslager in Leogang. Muss er auch! Denn mit Suat Serdar und Kevin Prince Boateng hat er zwei starke Konkurrenten im Mittelfeld dazu bekommen. Doch für den coolen Tschechen ist das nur Motivation. Er macht schon mal eine Kampfansage.

„Ich will natürlich gerne von Anfang an spielen“

Herthas Laufwunder kann das alles nicht aus der Ruhe bringen. „Die Konkurrenz war bei Hertha immer da. Jedes Jahr mit neuen Mittelfeldspielern. Es ist nicht einfach. Dafür gebe ich alles im Training. Ich habe noch zwei Jahre Vertrag. Ich will natürlich gerne von Anfang an spielen“, sagt er in seiner höflichen Art.

Er war vergangene Saison ein Garant für den Klassenerhalt. Um wieder in die erste Elf zu kommen, hat er einige Entscheidungen getroffen – als Nationalspieler trat er zurück.  „Ich hatte das schon vor der EM entschieden. Ich habe es aber dann noch nicht gesagt, damit keine Unruhe aufkommt. Der Hauptgrund war die Familie. Die Länderspielreisen sind anstrengend. Außerdem will ich mich jetzt voll auf Hertha konzentrieren.“

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Extra-Läufe im Urlaub

Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Dänemark war er ein kurzen Moment geknickt. „Wir wollten ins Halbfinale, deshalb tut das ein bisschen weh. Aber wir haben eine gute EM gespielt, wir sind zufrieden“, sagt er ehrlich. Auf eine große Urlaubsreise nach der EM hat der Mittelfeldspieler verzichtet. „Wir haben drei Wochen in meiner tschechischen Heimat Urlaub gemacht. Die drei Wochen reichen mir als Erholung“, sagt das Konditionswunder und ergänzt: „Ich habe schon in der letzten Woche in Tschechien mit Laufen angefangen.“

Am 3. Juli machte er Darida (r.) beim EM- Viertelfinale gegen Dänemark sein letztes Länderspiel für Tschechien. Danach erklärte er seinen Rücktritt. Foto: Imago Images

Das hat sich gelohnt! Seine Fitnesswerte waren sofort im grünen Bereich, als er mit ins Trainingscamp nach Leogang fuhr. Darida: „Ich denke, bei mir geht es mit der Fitness relativ schnell. Ich kann schon alles mit der Mannschaft machen.“ Darida ist eigentlich eine feste Größe im Team. Auch wenn Trainer Pal Dardai ihn vor drei, vier Jahren oft kritisierte. Für Darida war das nie ein Problem, wie er jetzt sagt. „Ja, ich denke, Pal wollte mich zu besserer Leistung provozieren, er wollte meine Spielweise nach vorne bringen. Ich hoffe, er ist jetzt zufrieden. Ich habe keine Probleme damit, da steckte ja nichts Schlechtes dahinter.“

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Sein persönliches Ziel: Mehr Tore

Über sein Image als fleißiger, laufstarker Bundesliga-Profi, der in jedem Spiel über 13 Kilometer schafft, sagt er nur: „Laufwerte sind nicht immer das, was zählt. Fußballer müssen mehr können. Du musst in eine gute Position laufen. Außerdem habe ich mir für diese Saison vorgenommen, mehr Torabschlüsse zu machen.“

Privat hat er längst seine Volltreffer mit Frau Katerina und Söhnchen Andreas gelandet. Papa Vladi: „Wir wollen mit unserem Sohn Andreas alles genießen. Er ist jetzt zwei Jahre und drei Monate alt. Er hat schon ein bisschen angefangen mit dem Ball zu kicken. Er sagt: ,Papa ist Fußballer.‘ Aber er weiß noch nicht genau, was das ist.“

Auch die Zeit kommt, genau wie für Darida bei Hertha. Vielleicht steht Vladi schon an seinen 31. Geburtstag am 8. August beim Pokalspiel bei Drittligist Meppen in der Startelf…

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