Davie Selke jubelt nach seinem goldenen TReffer in der ersten Pkalrunde in Meppen Foto: City-Press

Das war eine ganz zähe Nummer! Hertha BSC gewinnt mit Kampf und Krampf das Pokalspiel beim Drittligisten SV Meppen mit 1:0 (0:0) durch ein Tor von Stürmer Davie Selke in der Nachspielzeit. Eine Runde mit Ach und Krach weiter. Für den Bundesligastart nächsten Sonntag beim 1. FC Köln müssen sich die Blau-Weißen noch steigern.

Hertha begann gleich mit Angriffsfußball. Selke stocherte in der 7. Minute den Ball nur an den Pfosten. Neuzugang Stevan Jovetic scheiterte mit seinem Kopfball an SVM-Torwart Eric Domaschke (18.) und Selke traf danach nur das Außennetz (26.).

Prince Boateng sieht nach Protest Gelb 

Nach der ersten Offensivwelle ebbte das blau-weiße Spiel ab. Viele kleine Fouls der Emsländer brachten die Partie aus dem Rhythmus. Dodi Lukebakio wurde von Christoph Hemlein in der 34. Minute umgesenst. Schiri Dr. Robert Kampka sah nicht mal einen Freistoß. Kevin-Prince Boateng protestierte und bekam dafür Gelb.

Spätestens da war klar, dass sich die Blau-Weißen in der Provinz durchkämpfen müssen. Meppen hatte durch Lars Bünnings Kopfball (38.) die einzige echte Torchance. Kurz vor der Halbzeit verpassten Selke und Lukebakio eine Flanke von Marvin Plattenhardt (44.). So ging es torlos in die Pause.

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Im zweiten Durchgang taten die Hertha-Profis erstmal alles, um den unterklassigen Gegner stärker zu machen. Zu lässig, zu viele Nickligkeiten. Bünning köpfte nach einer Ecke an die Latte (57.). Das war dann schon Dusel.

Davie Selke erlöst Hertha spät 

Das Spiel wurde immer giftiger. Meppens Luka Tankulic trat Niklas Stark beim Zweikampf so auf den Fuß, dass dieser seinen Schuh verlor. Der Konter lief weiter, Markus Ballmert traf den Pfosten und Stark humpelte auf einer Socke zu seinem Schuh, hob ihn auf und schmetterte ihn vor Schiri Kampka wütend wieder auf den Boden – Gelb (74.).

Dann doch noch die Erlösung in der Nachspielzeit: Marvin Plattenhardt mit gutem Eckball, Selke schraubte sich hoch und höher und nickte aus fünf Metern zum 1:0 ein (90.+1). Mit viel Geduld und etwas Glück lebt Herthas ewiger Pokaltraum weiter.

Trainer Pal Dardai nach dem Abpfiff: „Das war ein Pokalfight. Viele Zweikämpfe. Wir haben es aber spielerisch gelöst. Wir haben Meppens  Druckphase überlebt. Mit der Kleinigkeit, mit der Ecke, haben wir gewonnen.“

So sielte Hertha BSC: Schwolow – Pekarik, Stark, M. Dardai, Plattenhardt – Boateng (60. Tousart) – Lukebakio (60. Dilrosun), Serdar (90.+3 Darida), Ascacibar, Jovetic (80. Jastrzembski) - Selke

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