Das Olympiastadion muss zweimal im Jahr einen neuen Rollrasen bekommen. Foto: imago images/Koch

Es ist jedes Jahr dasselbe Problem. Ab November ist der Rasen im Olympiastadion ein Acker. Herthas Gegner beschweren sich, der blau-weiße Trainer selbst auch. Bruno Labbadia tat es nach dem 0:0 gegen Mainz. „Dafür, dass wir nicht optimal gespielt haben, sind wir selbst verantwortlich. Doch ich nehme mir das Recht heraus zu sagen, dass der Rasen einfach für unseren technischem Fußball nicht in einem guten Zustand ist. Da muss eine Lösung her.“

Die kurzfristige wird kommen. In den nächsten Tagen wird – wie fast jeden Winter – ein neuer Rasen ausgerollt. Beim nächsten Heimspiel am 2. Januar gegen Schalke gibt es wieder ein gepflegtes Grün. Das dann wahrscheinlich wieder kurz vor dem Pokalfinale im Mai noch mal ausgetauscht wird, weil es wieder zu sehr ramponiert ist.

In diesem Jahr macht Corona einiges sichtbar. Es gab keine Konzerte im Sommer in der Beton-Arena und Hertha spielte nicht neun Heimspiele bis zur Winterpause, sondern nur sechs. Der schlechte Zustand liegt einfach nicht an der Benutzung.

Der miserable Zustand muss andere Gründe haben. Vielleicht liegt es daran, dass der Rasen 15 Meter unter dem Bodenniveau liegt und dann noch in einem Urstromtal. Vielleicht liegt es auch am winterlichen Kontinental-Klima, womit ein Rasen aus Küstenregionen nicht klarkommt.

Versucht es doch langfristig mal mit einem Russen-Rasen aus Hybrid-Material (halb Natur, halb Kunststoff), der kältebeständiger ist.