Ottmar Winter
Während Sami Khedira (r.) seine Karriere beendet hat, träumen Unions Max Kruse und Herthas Jordan Torunarigha (l.) von einer Olympia-Teilnahme.

Die Erfüllung seines Traums rückt immer näher: Union-Star Max Kruse könnte die DFB-Auswahl bei den Olympischen Spielen in Tokio in diesem Sommer anführen. „Wenn ich die Möglichkeit habe, das deutsche Trikot zu tragen, nehme ich das gern an. Egal ob Olympia-Team oder Nationalmannschaft“, unterstrich der 33 Jahre alte Angreifer bereits. „Ich habe als Kind immer davon geträumt. Und der Traum wird nie aufhören, solange ich Fußball spiele. Ich habe richtig Bock, nach Tokio zu reisen.“

Spätestens am 29. Juni herrscht Klarheit. Dann muss Nachwuchs-Trainer Stefan Kuntz seinen Kader nominieren. Spielberechtigt sind eigentlich nur Spieler, die 1997 oder früher geboren wurden. Drei ältere Akteure darf Kuntz als Säulen aber mitnehmen. In der engeren Auswahl soll neben Gladbachs Lars Stindl und Wolfsburgs Maximilian Arnold auch Unions Max Kruse stehen. „Dass ich ein Team führen kann, habe ich in der Vergangenheit bewiesen“, erklärte der Offensivspieler bereits selbstbewusst.

Auch Unions Teuchert und Herthas Mittelstädt und Torunarigha sind Kandidaten

Lesen Sie auch: KURIER-Promi-Serie: Eisern ist Familie und auch ein Star wie Max Kruse >>

Gut möglich, dass Kruse in Japan nicht der einzige Eiserne ist, der um die Goldmedaille kämpft. Kuntz hat auch Stürmer Cedric Teuchert auf der Liste. Zusammen mit Maximilian Mittelstädt und Jordan Torunarigha von Hertha BSC könnten gleich vier Berliner bei den Sommerspielen in Tokio dabei sein.

Imago
Herthas Maximilian Mittelstädt und Jordan Torunarigha (r.) sind heiße Kandidaten dafür, Deutschland bei Olympia zu vertreten.

Bereits am 13. Juli trommelt Kuntz seine Olympia-Truppe zusammen. Die Spieler sollen sich frühzeitig an die Zeitverschiebung und das heiße Klima in der Millionen-Metropole gewöhnen.

Max Kruse und Co. würden Saisonstart verpassen

Lesen Sie auch: Auf Wolke sieben: Hertha-Stürmer Davie Selke mit seiner Evelyn im Hochzeitsglück >>

Das wird auch nötig sein. Bereits im ersten Spiel (22. Juli) geht es voll zur Sache, wenn die DFB-Elf auf Brasilien trifft und sich für die Final-Niederlage von 2016 revanchieren will. Danach geht es in der Gruppe gegen Saudi-Arabien (25. Juli) und die Elfenbeinküste (28. Juli).

So stolz wie man an der Wuhle und in Westend sein wird, einen Nachteil hätten die Klubs: Erreicht Deutschland mit Kruse und Co. erneut das Endspiel (7. August), verpassen die vier Berliner Olympioniken die erste Runde des DFB-Pokals und den eine Woche später terminierten ersten Bundesliga-Spieltag.

Lesen Sie auch: Herthas Gewinner der Saison Marton Dardai: Papa Pal verriet seinen Spitznamen >>