Rune Jarstein (38) war bis zu seiner Corona-Erkrankung Norwegens Nummer eins. Während sich der Keeper mit Hertha vor Gericht streitet, trainiert er nun wieder in seiner Heimat. 
Rune Jarstein (38) war bis zu seiner Corona-Erkrankung Norwegens Nummer eins. Während sich der Keeper mit Hertha vor Gericht streitet, trainiert er nun wieder in seiner Heimat.  IMAGO/Bildbyran

Eine Einigung wurde bislang nicht erzielt. Hertha BSC und Rune Jarstein streiten weiter vor Gericht. Der langjährige Stammtorhüter der Blau-Weißen wehrt sich nach wie vor gegen seinen Hertha-Rauschmiss. Während Anfang März der nächste Prozesstermin angesetzt ist, meldet sich Rune im Training zurück – aber nicht bei Hertha BSC!

Es ist ein Trauerspiel und passt so gar nicht zur neuen Abschiedskultur, die Präsident Kay Bernstein bei Hertha BSC eingeführt hat.

Zur Erinnerung: Jarstein und Hertha streiten vor dem Berliner Arbeitsgericht, nachdem der Routinier im August nach einem Wortgefecht mit Torwart-Trainer Andreas Menger von Fredi Bobic suspendiert worden war. „Die Form, die Art und Weise und auch die Sprache waren nicht okay in dieser Situation“, hatte Herthas Manager erklärt.

Hertha und Rune Jarstein: Es droht eine Schlammschlacht

Kamen nicht miteinander klar: Herthas Torwart-Trainer Andreas Menger und Rune Jarstein.
IMAGO / Matthias Koch
Kamen nicht miteinander klar: Herthas Torwart-Trainer Andreas Menger und Rune Jarstein.

Jarstein selbst, seit 2014 im Klub und noch bis zum Sommer unter Vertrag, schweigt zu dem Thema. Dafür sprach sein Anwalt Horst Kletke vor Gericht: „Es geht Rune Jarstein um seinen Ruf und seine Ehre.“ Im Kündigungsschreiben zum 30. November 2022 stehe als Grund lediglich eine „nicht angemessene Wortwahl im Rahmen eines internen Gesprächs“. Dies sei nicht konkret genug.

Eine Einigung wurde bisher nicht erzielt. Die zuständige Richterin ordnete für den nächsten Termin am 2. März das Erscheinen von Jarstein und eines Vertreters von Hertha an. Es droht eine Schlammschlacht

Nach Hertha-Rauschmiss: Rune Jarstein trainiert bei Odds BK

Stets und auch nach seiner schweren Corona-Erkrankung, die ihn kurzzeitig sogar an den Rollstuhl fesselte, hatte Jarstein bekräftigt, dass er bis zu seinem 40. Geburtstag seine Karriere fortsetzen – und diese am liebsten bei seinem Jugendverein Odds BK beenden will. Immerhin dieses Ziel rückt für Jarstein nun näher.

Denn wie der Klub jetzt verriet, hält sich der 38 Jahre alte Keeper derzeit in seiner norwegischen Heimat fit. „Um Rune Almenning Jarstein das Training zu ermöglichen, während er darauf wartet, dass seine Situation bei Hertha BSC geklärt wird, haben wir Rune eingeladen, in Zukunft an unseren Trainings teilzunehmen“, heißt es auf der Homepage des Eliteserien-Klubs. 

Hertha und Rune Jarstein sollten sich einigen

Klar ist: Jarstein wird ohne Einigung mit Hertha nicht vor dem Sommer wieder für einen anderen Verein im Tor stehen können. Das unterstreicht auch Odds BK: „Wir betonen, dass wir mit Rune keine Vereinbarung über ein mögliches Spiel für Odd getroffen haben, wenn die diesjährigen Liga- und Pokalspiele beginnen.“

In Norwegen startet die neue Saison ab dem 10. April. Genügend Zeit also für Hertha und Jarstein, um eine Einigung zu erzielen und für ein einigermaßen würdiges Ende der langjährigen Zusammenarbeit zu sorgen.

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