Jubelte über den Klassenerhalt und hat erneut Grund zur Freude: Oliver Christensen (23) geht als Stammtorhüter von Hertha BSC  in die neue Saison. Imago

Dass sich bei Hertha BSC die Rangfolge im Tor mächtig verändern würde, war nach den Abgängen von Shootingstar Marcel Lotka (BVB) und Alexander Schwolow (per Leihe zum FC Schalke 04) klar. Viele Namen wurden gehandelt, von Timo Horn (Köln) bis Stefan Ortega (Bielefeld), die beide mit dem Anspruch nach Berlin gekommen wären, Stammtorwart zu sein. Pustekuchen! Sportchef Fredi Bobic stellt klar: Oliver Christensen ist Herthas neue Nummer eins!

„Die Relegationsspiele in der vergangenen Saison hat er gut gemeistert. Das waren schwere Spiele. Deswegen haben wir ein gutes Gefühl und sehen Oli in der Favoritenrolle für unsere Nummer eins. Er hat sich das verdient“, erklärt Bobic.

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Die Entscheidung wird sicherlich viele Hertha-Fans freuen. Christensen, erst im vergangenen Jahr aus seiner dänischen Heimat vom Klub Odense BK zur Hertha gewechselt, feierte sein Profi-Debüt ausgerechnet im Relegationsduell gegen den Hamburger SV, nachdem sowohl Schwolow als auch Lotka verletzt passen mussten.

Hertha BSC: Oliver Christensen hat das Zeug zum Publikumsliebling

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Was ein Typ: Oliver Christensen feierte den Klassenerhalt in der Relegation in Hamburg mit den Hertha-Fans ausgelassen.

Trotz des fiesen Gegentors im Hinspiel, als eine Flanke über Christensen (23) ins lange Eck segelte: Insgesamt machte Dänemarks ehemaliger U21-Keeper seine Sache gut. Vor allem riss er Anhänger wie Teamkollegen mit seiner emotionalen Art – nicht nur beim Feiern des Klassenerhalts – mit. Ganz klar: Christensen hat das Zeug zum Publikumsliebling.

Der Blondschopf strotzte bereits kurz nach seiner Ankunft vor Selbstvertrauen, machte keinen Hehl daraus, dass er sich in Zukunft als Stammtorhüter sieht. Das war bei Hertha und Bobic nicht anders, schließlich legte man für Christensen drei Millionen Euro auf den Tisch.

Hertha BSC: Zukunft von Rune Jarstein offen

Nun wird Christensens Traum also wahr. Unter einer Bedingung. Bobic: „Er wird sich aber natürlich auch auf dem Trainingsplatz beweisen müssen.“

Gelingt ihm das unter dem neuen Trainer Sandro Schwarz in der Vorbereitung, wird Hertha auf dem Transfermarkt maximal einen Ersatzmann suchen. Und auch nur dann, wenn Rune Jarstein (37) nach seiner schweren Corona-Erkrankung und anschließender Knie-OP nicht richtig fit wird. Bobic: „Wir haben noch zwei junge Torhüter mit im Team, und wenn Rune Jarstein verletzungsfrei bleibt, dann kann er uns mit seiner Erfahrung definitiv weiterhelfen, das wird sich in den nächsten Wochen zeigen.“

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