Bei der Rettungsaktion gegen Augsburgs Niederlechner verknackste sich Herthas Boyata (l.) seinen Rücken. Foto: imago images/Krieger

Der Kapitän geht als Letzter von Bord! Ganz starke Willensleistung von Abwehrhüne Dedryck Boyata (29) beim 3:0-Sieg in Augsburg. Der Belgier spielte mit einer hartnäckigen Wirbelblockade bis zur Nachspielzeit durch.

Bei einem Zweikampf hatte er sich Anfang der zweiten Halbzeit einen Wirbel im Rücken verklemmt. Eigentlich wollte sich Boyata schon auswechseln lassen und gab ein Zeichen zur Bank. „Es gibt manchmal Situationen, da muss man als Trainer mal woanders hingucken. So etwas sehe ich dann nicht“, lachte Labbadia.

Da wusste Boyata, er wird als Abwehrchef bis zum Schluss gebraucht. „Er hat auf die Zähne gebissen. Von daher ist alles gut“, so Labbadia. Erst kurz vor dem Schlusspfiff kam für ihn Marton Dardai (90.+1).

Für Boyata gibt es auch jetzt keine Schonpause. Am Sonntag flog er mit Dodi Lukebakio zur belgischen Nationalmannschaft, die in der Nations League nächsten Sonntag gegen England und drei später gegen Dänemark antritt.