Paraguays Verteidiger Omar Alderete (M.), hier bei der Copa América im Einsatz gegen Brasilien, steht nach nur einem Jahr bei Hertha BSC vor dem Absprung. AFP

Das Feilschen ist in vollem Gange! Omar Alderete (25) steht nach nur einem Jahr bei Hertha bereits wieder vor dem Absprung. Der Verteidiger soll sich mit dem FC Valencia einig sein. Das Problem: Die Spanier wollen den Paraguayer nur ausleihen. Hertha will dagegen direkt Knete für Alderete.

Während Valencias Präsident Anil Murthy den Kontakt bestätigt und die Tageszeitung Mundo Deportivo bereits von einer erzielten Einigung schreibt, mauert Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich noch: „Wir sind sehr froh, drei Linksfüße in der Innenverteidigung zu haben. Es kann aber sein, dass in unserem Kader noch viel passiert.“

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Marton Dardai und Jordan Torunarigha gehört bei Hertha die Zukunft 

Denn trotz seiner 17 Einsätze konnte Alderete, der in der Nacht zu Sonnabend beim Viertelfinal-Aus der Copa América (3:4 n.E. gegen Peru) nicht zum Einsatz kam, nicht voll überzeugen. In der Rückrunde unter Trainer Pal Dardai erhielten Senkrechtstarter Marton Dardai (19) und Olympia-Kandidat Jordan Torunarigha (23) bereits den Vorzug.

Bedeutet: Stimmt der Knete, lässt Hertha Alderete (kam für drei Millionen Euro vom FC Basel, Vertrag bis 2025) ziehen.

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Gleiches gilt für Dedryck Boyata (30), der nach dem EM-Aus gegen Italien genau wie Alderete erst mal drei Wochen in den Urlaub darf. Um Boyata, der seinen letzten großen Vertrag unterschreiben und vor allem noch einmal international spielen will, buhlen Frankreichs Top-Klubs. Hertha soll eine Ablöse im hohen einstelligen Millionenbereich fordern.

Auch Dedryck Boyata steht bei Hertha vor dem Absprung

Hundt
Eine Hertha-Zange, die es vielleicht in der neuen Saison nicht mehr geben wird: Omar Alderete (l.) und Dedryck Boyata liebäugeln mit einem Wechsel.

Gut möglich, dass sich bei den Blau-Weißen nach den Zugängen von Super-Schnäppchen Suat Serdar und der Rückkehrer von Kevin-Prince Boateng schon bald etwas auf der Abgangsseite tut.

Sollten die Blau-Weißen beide Innenverteidiger verkaufen, müsste in der aktuellen Transferperiode ein Ersatz verpflichtet werden. Friedrich bleibt gelassen: „Es ist noch nicht viel Bewegung auf dem Markt. Bisher sind kaum große Steine ins Rollen geraten. Aber es kommt bestimmt noch viel Arbeit auf uns zu.“

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