Kevin-Prince Boateng grinst über beide Ohren. Der Junge aus dem Wedding kehrt zu Hertha BSC zurück. City-Press

Nun ist es amtlich! Die Rückkehr von Kevin-Prince Boateng zu Hertha BSC ist perfekt. Anders als zu seiner ersten blau-weißen Zeit soll Kevin jetzt eine neue Prinzenrolle spielen.

Die meisten Herthaner reiben sich bereits die Hände, befürworten Boatengs Rückkehr. Einige wenige erinnern sich aber auch an seinen turbulenten Abgang 2007, zweifeln an Boatengs Charakter oder werfen ihm weiterhin sein Foul an Michael Ballack 2010 vor, das Boateng vor der WM für viele zum Staatsfeind Nummer 1 machte.

Dabei hat der 34 Jahre alte Mittelfeldmann mittlerweile eine wunderbare Wandlung hinter sich. Als Fußballer und als Mensch. Wie vernünftig er mittlerweile ist, sieht man jeden zweiten Tag im Fernsehen. Für die ARD arbeitet Boateng als EM-Experte, überzeugt mit sachlich fundierten Einschätzungen. Ganz klar: Der Junge aus dem Wedding hat sich zu einem besonnenen Profi gemausert.

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Den Medizincheck bestand Kevin-Prince Boateng bei Hertha. Danach setzte der Rückkehrer seine Unterschrift unter seinen Vertrag.

Prince Boateng erhält bei Hertha Einjahresvertrag

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Fredi Bobic, Herthas neuer Sportchef, weiß das, lotste Boateng 2017 zur Eintracht. Nach dem halbjährigen Intermezzo von Sami Khedira, soll Boateng die Blau-Weißen anführen, wie in Frankfurt innerhalb des Teams den Ton angeben.

Boateng unterschrieb einen Einjahresvertrag. „Kevin-Prince kennt Hertha BSC, die Bundesliga und Berlin. Er benötigt keine lange Eingewöhnungszeit. Prince ist mit seinen Führungsqualitäten in der Kabine und abseits des Platzes ein enormer Gewinn für unsere Mannschaft, auf dem Rasen hat er sich über viele Jahre auf höchstem Level bewiesen. Das Gesamtpaket bei diesem Transfer stimmt absolut“, freut sich Bobic.

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Wieder vereint: Kevin-Prince Boateng und Herthas neuer Sportchef Fredi Bobic arbeiteten bereits bei Eintracht Frankfurt zusammen.

Prince Boateng: „Hertha war immer in meinem Herzen“

Damit wird Boatengs Traum endlich wahr. Seit zwei Jahren macht er keinen Hehl daraus, wie sehr er sich danach sehnte, noch einmal die Fahne auf der Brust zu tragen. „Hertha BSC ist nicht irgendein Klub für mich. Ich bin hier, um etwas zurückzugeben. Ich bin in all den Jahren viel rumgekommen und habe viel lernen können, aber all das, meine ganze Karriere, habe ich diesem Verein zu verdanken. Das habe ich nie vergessen, Hertha war immer in meinem Herzen“, erklärt Boateng nun.

Ein letzter Wunsch geht dabei (noch) nicht in Erfüllung: gemeinsam mit seiner Keule Jerome (32) noch einmal für Hertha zu spielen. Zwar soll sich Bobic auch um den beim FC Bayern aussortierten Verteidiger bemüht haben. Jerome soll es aber ins Ausland ziehen.

Das perfekte Szenario für Prince ist aber weiterhin möglich. Boateng im Sommer 2020: „Ein Jahr bei Hertha spielen, dann meinen Bruder dazuholen und mit ihm noch ein, zwei Jahre zusammenspielen. Das wäre ein Traum.“

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