An Herthas Matheus Cunha (r.) wird weiter gezerrt. Nach Leeds United soll nun auch Atalanta Bergamo die Fühler nach dem Spielmacher ausgestreckt haben.  imago

Die Vorfreude bei Hertha-Star Matheus Cunha auf Olympia ist riesig. Mächtig stolz ist der Dribbler, für sein Heimatland Brasilien spielen zu dürfen. Für welchen Klub der erst 22 Jahre alte Offensivmann nach dem Tokio-Turnier aufläuft, steht dagegen weiter in den Sternen. Nun soll auch Italiens Champions-League-Klub Atalanta Bergamo in den Poker um den Spielmacher eingestiegen sein.

Das Interesse von Premier-League-Klub Leeds United und Kult-Trainer Marcelo Biesla an Cunha ist bereits verbrieft. Auch Herthas Topscorer (7 Tore und 6 Vorlagen in 27 Spielen) scheint einem Wechsel nach England nicht abgeneigt, heizte die Gerüchte weiter an. 

Offiziell sei bei den Blau-Weißen noch kein Angebot für Cunha eingegangen. Von der Insel hört man, dass die Gespräche zwischen Leeds und Cunhas Berater ins Stocken geraten sind. 

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Fredi Bobic kritisiert Matheus Cunha 

Auch Hertha-Sportchef Fredi Bobic (49) tauschte sich erst vor Kurzem mit Cunhas Seite aus. Dabei unterstrich Bobic, dass Hertha Cunha, der erst im Januar 2020 für 18 Millionen Euro von RB Leipzig kam, grundsätzlich gerne behalten würde würde – wenn der zur Theatralik neigende Brasilianer sein Verhalten ändert. „Er ist unser bester Fußballer, muss aber ein paar Sachen an sich ändern, weil er sonst in Zukunft Probleme haben wird, egal, wo er spielt“, sagte Bobic und erklärte: „Wenn man mal was auf den Fuß kriegt, kann man auch wieder aufstehen.“

Sollte Cunha auf einen Wechsel pochen, lässt Bobic den trickreichen Spielmacher nur aus seinem bis 2025 laufenden Vertrag, wenn der Preis stimmt: „Wenn er weiterziehen möchte, dann nur, wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen stimmen.“

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Atalanta Bergamo lockt Cunha mit der Champions League 

Genau da soll nun der Knackpunkt liegen. Hertha hofft auf eine marktwertgerechte Ablöse von 30 Millionen Euro. Weil sich Leeds deutlich weniger vorgestellt haben soll, steigt nun Atalanta Bergamo in den Cunha-Poker ein.

Der Serie-A-Klub des deutschen Nationalspieler Robin Gosens soll sich laut britischen Medien nach Cunha erkundigt haben. Die Italiener verfügen dank der dritten Champions-League-Teilnahme in Folge über das nötige Kleingeld. Und: Für Cunha wäre die Königsklasse sicherlich ein enormer sportlicher Reiz. 

Wie der Poker ausgeht, bleibt ungewiss. „Es ist nicht so, dass gerade 20 Vereine Schlange stehen würden“, erklärte Bobic erst jüngst. Das könnte sich jedoch schlagartig ändern, wenn Cunha mit Brasilien bei Olympia für Furore sorgt. Dann steigt allerdings auch sein Preis. 

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