Herthas Europapokal-Retter 1978: Jürgen Milewski  Foto: Imago/BK

Oft geriet Hertha BSC, so wie diesmal im Kampf um den Klassenerhalt durch die Quarantäne, in Not. Fast immer, und das soll Mut machen, ziehen die Blau-Weißen den Kopf aus der Schlinge. Hertha kann Wunder – Nr.1.

Es ist die Generation von Erich Beer, Uwe Kliemann, Hanne Weiner. Unter Trainer Kuno Klötzer qualifizieren sich die Blau-Weißen für den Uefa-Pokal. In Europa aber traut ihnen in der Saison 1978/79 niemand was zu.

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Der Heimauftakt gegen Trakia Plowdiw (0:0) ist ausgesprochen zäh, das Weiterkommen (2:1 in Bulgarien) glücklich. Gegen Dynamo Tiflis ist das 2:0-Polster aus dem Hinspiel in Georgien beim 0:1 mehrmals in Gefahr.

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So sah es damals im Olympiastadion aus  - bevor Herthas Jürgen Milewski sein viertes Tor schoss. 

In Runde 3 gibt’s im Hinspiel bei Esbjerg BK ein 1:2, zum Rückspiel verlieren sich gerade mal 3300 Zuschauer im riesigen Olympiastadion. Doch die kriegen richtig was geboten: Schon in der 3. Minute macht Jürgen Milewski an jenem 6. Dezember 1978 mit dem 1:0 den Rückstand wett – und legt dann am Nikolaustag den Dänen beim 4:0 auch alle drei weiteren Tore in die Schuhe.

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Danach geht es über Dukla Prag (1:1, 2:1) sogar ins Halbfinale, wo erst gegen Roter Stern Belgrad – nach 0:1 und 2:1 nur hauchdünn durch die Auswärtstor-Regel – Endstation ist.