Herthas Topscorer Matheus Cunha sorgt bei Olympia für Furore und soll von Russland-Meister Zenit St. Petersburg umworben werden. Imago

Der Poker wird immer heißer! Matheus Cunha sorgt bei Olympia in Tokio weiter für Furore, schießt Brasilien zum 1:0-Sieg gegen Ägypten ins Halbfinale und sich selbst auf die Einkaufsliste vieler Klubs. Nach italienischen und englischen Klubs hat nun Zenit St. Petersburg Herthas Besten im Visier. Stimmt der Rubel, rollt Cunha nach Russland.

„Wenn man das gelbe Trikot anhat, ist man einfach superhappy“, erklärte Cunha dem KURIER den Stellenwert der Seleção, bevor er zu den Sommerspielen nach Japan abhob. Cunhas These: „Ich spiele immer besser, wenn ich bei der Nationalmannschaft bin.“

Das untermauert er eindrucksvoll in Tokio: Sein Siegtreffer im Viertelfinale gegen die Nordafrikaner war bereits sein 17. Tor im 20. Spiel für die U23 der Brasilianer.

Cunhas Torquote lockt immer mehr Klubs

Cunhas Fabelquote lockt mittlerweile zahlreiche Klubs. Nach Interesse aus Italien und Cunhas Flirt mit Premier-League-Klub Leeds United, hat nun laut brasilianischen Medien Russlands Meister und Champions-League-Teilnehmer Zenit St. Petersburg ein Auge auf ihn geworfen. Die Russen seien bereit, 25 Millionen Euro für Herthas Tempodribbler zu bezahlen.

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Dem Vernehmen nach hat sich an der blau-weißen Preisvorstellung allerdings nichts geändert. Für Cunha, im Januar 2020 von Bobic-Vorgänger Michael Preetz für „nur“ 18 Millionen von RB Leipzig geholt, will Hertha mindestens 30 Millionen Euro kassieren.

Hertha-Fans wollen, dass Cunha bleibt – oder mehr Geld

Vielen Fans ist das für Cunhas Fähigkeiten, sein junges Alter und seine lange Vertragslaufzeit (bis 2025) viel zu wenig. Zwar rechnet kaum mehr jemand, dass die Offensivkraft nochmals nach Berlin zurückkehrt. Dafür haben nicht wenige Angst, dass Cunha mit seinem Zauberfuß schlichtweg nicht zu ersetzen sei.

dpa
Und drin war das Ding: Herthas Matheus Cunha trifft zum 1:0 gegen Ägypten im Viertelfinale der Olympischen Spiele in Tokio.

Tatsächlich stellt sich die Frage, ob Hertha ohne Cunha überhaupt noch in der Bundesliga spielen würde. Trotz zweier völlig verkorkster Spielzeiten und vielen Einsätzen auf dem von Cunha ungeliebten linken Flügel, steuerte er starke 13 Tore und 10 Vorlagen in 39 blau-weißen Auftritten bei.

Bobic weiß um Cunhas Qualitäten, stört sich aber an dessen Hang zur Theatralik und kann sich grundsätzlich einen Abschied vorstellen – wenn der Spielmacher selbst einen Wechsel forciert und der Preis stimmt. Herthas Sportchef: „Wenn er weiterziehen möchte, dann nur, wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen stimmen.“

Heißt: Bleibt es bei Zenits 25-Millionen-Angebot, beißen sie bei Bobic auf Granit. Stimmt der Rubel, verlässt Cunha West-Berlin und rollt nach Russland.

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