So sehen Relegationssieger aus! Glaubt man den Statikern, bleibt Hertha-Torwart Oliver Christensen und seinen Kollegen diese Saison der Nervenkitzel erspart.
So sehen Relegationssieger aus! Glaubt man den Statikern, bleibt Hertha-Torwart Oliver Christensen und seinen Kollegen diese Saison der Nervenkitzel erspart. Imago/Matthias Koch

Advent, Advent, Hertha brennt. Was die vergangenen drei Jahre stets galt, trifft diesen Winter nicht zu. Selbst Störfeuer wie Lars Windhorsts Spionage-Skandal oder Fredi Bobics Flirt mit dem DFB und die magere Punkteausbeute können der blau-weiße Aufbruchstimmung nichts anhaben. Und es wird noch besser. Denn kurz vor Weihnachten gibt’s noch ein Schmankerl aus der Statistik-Kiste: Hurra, Hertha packt den Klassenerhalt!

Tatsächlich trennt Hertha BSC derzeit nur die bessere Tordifferenz vom VfB Stuttgart und dem Relegationsrang. Auch der direkte Abstiegsplatz ist nur einen Punkt entfernt. Kurzum: Die blau-weiße Lage ist nach 15 Spieltagen mal wieder äußert angespannt. 

Analysten lagen bei Hertha bereits richtig

Erleichterung pur: Die Hertha-Profis jubeln im Mai über den Sieg im Relegationsrückspiel beim Hamburger SV. Diese Saison soll die Rettung früher gelingen. 
Imago/Matthias Koch
Erleichterung pur: Die Hertha-Profis jubeln im Mai über den Sieg im Relegationsrückspiel beim Hamburger SV. Diese Saison soll die Rettung früher gelingen. 

Neben der Hoffnung, dass sich das Team von Trainer Sandro Schwarz für die guten Leistungen endlich belohnt und die positive Grundstimmung in Punkte ummünzt, geben nun Datenanalysten aus den USA Hertha Rückenwind für die Rückrunde. 

Zwar wird Hertha BSC bis zum Schluss im Abstiegskampf stecken, aber zu 79 Prozent nicht absteigen. Diesen Bundesliga-Ausgang prognostiziert zumindest fivethirtyeight. Die Macher wurden für ihre Statistiken und ihren Datenjournalismus bereits mehrfach ausgezeichnet – und landeten vergangene Saison auch mit ihrer Prognose einen Volltreffer, prophezeiten Herthas Nachsitzen in der Relegation

Hertha BSC: Bis zum Schluss im Abstiegskampf

So weit wird es diese Saison nicht kommen. Die Hertha-Hochrechnung: Nach 34 Spieltagen kommen die Blau-Weißen mit 36 Punkten als 15. ins Ziel. Augsburg (34) muss in die Relegation, Bochum (31) und Schalke (27) steigen direkt ab. 

Zur Wahrheit gehört aber auch: Exakt vorhersagen lassen sich die restlichen Spiele natürlich nicht. Wie die Abschlusstabelle aussieht, hat in erster Linie mit der Leistung der Teams und natürlich auch etwas mit Glück und Pech zu tun.

FC Bayern wird Meister, 1. FC Union wird Sechster 

Wie eng das Rennen ist, zeigt ein Blick auf die Prognose vor dem letzten Spieltag vor der WM in Katar. Ohne Herthas 2:0-Sieg gegen Köln und der gleichzeitigen Augsburger Pleite gegen Schlusslicht Bochum wäre Hertha laut den Statistikern wieder auf dem Relegationsrang gelandet. 

Übrigens: Die derzeitige Spannung im Meisterkampf ist schon bald dahin. Denn Deutscher Meister wird – wen wundert’s – auch im elften Jahr in Folge der FC Bayern. Und das laut den Statistikern zu 93 Prozent, mit 79 Punkten und satten 17 (!) Zählern Vorsprung vor RB Leipzig. Der 1. FC Union darf sich dagegen erneut über Europa freuen.

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