Hertha-Fans durften in der ersten Halbzeit nicht ins Weserstadion, obwohl sie Karten hatten. Als Trost gab es einen Bildschirm.
Hertha-Fans durften in der ersten Halbzeit nicht ins Weserstadion, obwohl sie Karten hatten. Als Trost gab es einen Bildschirm. Twitter

Stellen Sie sich vor, Sie fahren zu einem Musikkonzert durch die halbe Republik, haben die Tickets bei der Kontrolle in der Hand und kommen trotzdem nicht in den Saal. Gibt es nicht? Doch, gibt es! Werder Bremen hat es gemacht - mit Hertha-Fans. Es ist eine peinliche Frechheit, die da in der Bundesliga passiert ist.

Um Missverständnissen vorzubeugen. Nein, es gab keine Randale durch vereinzelte Blau-Weiße Fans, die als Begründung herhalten könnten. Angeblich sollen Hertha-Banner im Gästeblock des Weserstadions schuld gewesen sein, deswegen sollen drei Reihen freigehalten worden sein. Also Plätze, für die schon Geld kassiert wurde, waren plötzlich nicht nutzbar. 

Ich mag es nicht so richtig glauben. Eher war wahrscheinlich ist, dass die Bremer Ordner überhaupt nicht mit dem blau-weißen Massenansturm gerechnet haben und hoffnungslos überfordert waren. Auf Facebook und Twitter verbreitete sich das Versagen am Freitagabend rasend schnell. Herthas Fans wurden vertröstet und sie durften ganz „großzügig“ vor dem Stadion auf einem Bildschirm das Spiel verfolgen. Genau, dann hätte man auch zuhause bleiben können, gemütlich auf dem Sofa. 

Immerhin wurden dann in der zweiten Halbzeit Einlass im Gästeblock gewährt. Da waren dann plötzlich Plätze frei. Das geht so nicht! Die Bundesliga ist ein Dienstleister. Werder Bremen hat in diesem Fall nur die Hälfte an Leistung gebracht. Das Mindeste, was die Hanseaten jetzt machen sollten, ist eine nachträgliche Preiserstattung - oder noch besser ein 100-prozentige Rückzahlung an die blau-weißen Fans, die es betrifft.  

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