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Frank Zander (79), Sänger und Entertainer aus Charlottenburg:

„Nach dem jüngsten 3:0-Sieg meiner Hertha gegen Leverkusen habe ich wieder neue Hoffnung im Abstiegskampf und glaube fest an den Klassenerhalt. Ein Sieg beim Derby an der Alten Försterei wäre natürlich toll und würde neue Kräfte freisetzen. Meine Gefühlslage sagt mir, Hertha gewinnt mit 2:1 oder holt ein Remis heraus. Vielleicht singe ich vor dem Anpfiff auf meinem Balkon die Hertha-Hymne „Nur nach Hause geh´‘n wir nicht“. Aber, ganz ehrlich, ich träume davon, endlich wieder im Olympiastadion vor der Ostkurve zu stehen und vor den Fans aufzutreten. Aber ich muss auch sagen: Was Union leistet, ist schon großartig. Das erkenne ich als Ur-Berliner gerne an. Das tut auch der Stadt gut. Aber mein Herz hängt an Hertha.“

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Frank Schöbel (78), Sänger und Entertainer aus Mahlsdorf:

„Es tut mir leid für meinen Freund Fränki Zander, aber Union sollte die 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel im Olympiastadion möglichst korrigieren. Vielleicht sogar mit dem gleichen Ergebnis. Unter dem neuen und alten Trainer Pal Dardai bei Hertha wird das sicher für Union nicht ganz einfach und man könnte eventuell auch mit einem Unentschieden zufrieden sein. Aber ich drücke Union für einen Sieg die Daumen – und mit mir die ganze Nachbarschaft.“

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Minh-Khai Phan-Thi (47), Moderatorin, Schauspielerin:

„Trotz der wirklich beeindruckenden Saison der Eisernen aus Köpenick hoffe ich, dass Hertha BSC ­ - auch dank des Siegs gegen Leverkusen im Rücken - auch das Rückspiel gegen Union nicht verlieren wird. Allerdings bin ich noch hin und hergerissen zwischen einem Unentschieden und einem knappen Sieg der Alten Dame. Mir fehlen im Moment die Sportevents sehr, denn vor der Corona-Krise war ich oft im Olympiastadion bei den Spielen dabei, hatte meinen Platz von der Haupttribüne rechts Richtung Ostkurve und war nah dran.“

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Reiner Calmund (72), Ex-Manager von Leverkusen, TV-Experte und Moderator:

„In Fußball-Berlin tut sich einiges und das nicht nur bei Hertha. Was Union leistet ist toll. Präsident, Manager und Trainer arbeiten alle sehr seriös und sehr effektiv. Vor Jahren kannten viele im Westen Union nicht oder interessierten sich nicht für diesen Verein. Jetzt haben alle einen Riesenrespekt von den Männern aus Köpenick. Im Derby gegen Hertha ist alles drin und möglich. Herthas 3:0-Sieg ausgerechnet gegen Leverkusen tat mir weh, aber für Hertha war es ein Befreiungsschlag. Ich denke, Hertha wird unten rauskommen und hat mit Pal Dardai den richtigen Trainer. In der Klub-Führung sind sie top aufgestellt. Mir gefällt etwa, wie Arne Friedrich als Sportdirektor an die riesigen Herausforderungen herangeht. Und ich glaube, dass sie mit Fredi Bobic wahrscheinlich noch einen Top-Mann hinzubekommen werden. Berlin wird mit Union und Hertha weiter nach vorne kommen. Mein Derby-Tipp: 2:2.“

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Erich Beer (74), Hertha-Legende:

„Ich werde derzeit oft von meinen Freunden in München aufgezogen, was mit meinem „Big-City-Club“ los ist. Das Lästern muss ich aushalten. Natürlich ist die Lage brenzlig, aber ich hoffe, dass die Mannschaft nach dem 3:0 gegen Leverkusen mit viel Selbstvertrauen an die Alte Försterei fährt. Die Chancen sehe ich 50:50. Union will bestimmt die letzte Niederlage im Olympiastadion korrigieren. Alle Achtung, was Union leistet. Sie waren im ersten Jahr in der Bundesliga schon stark, was sie im zweiten Jahr zeigen, ist enorm. Mein Plan für Hertha: Mindestens einen Punkt holen bei Union und danach zu Hause Mönchengladbach schlagen.“

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Andreas Geisel (55), Sportsenator:

„Wir alle hatten gehofft, dass das Derby am Osterwochenende nicht vor leeren Rängen stattfinden muss. Der Schutz der Spieler, Betreuer und Fans von Union Berlin und Hertha BSC steht allerdings an erster Stelle. Mir ist klar: Fußball lebt von Emotionen und ohne Fans wird die Stimmung bei dieser mit Spannung erwarteten Partie sicher nicht dieselbe sein - lassen Sie uns trotzdem alle von zu Hause mitfiebern! Die Pilotprojekte sind zurückgestellt, aber wir werden sie fortführen, sobald die Infektionszahlen es zulassen.“