Spielabbruch mal anders! Nicht wegen Gewalt, sondern Teenie-Hysterie. Alle wollten ein Selfie mit Herthas Instagram-Star Nader El-Jindaoui.
Spielabbruch mal anders! Nicht wegen Gewalt, sondern Teenie-Hysterie. Alle wollten ein Selfie mit Herthas Instagram-Star Nader El-Jindaoui. Twitter/Tasmania

Wenn die virtuelle Welt auf die Realität trifft, dann kann es schon mal zum Spielabbruch führen. Eigentlich sollte es Sonnabend ein nettes Testspiel zwischen Herthas U23 und Oberligist Tasmania werden. Doch die Partie musste beim Stand von 3:1 für den blau-weißen Nachwuchs abgebrochen werden. Der irre Grund: Anhänger des Instagram-Sternchens Nader El-Jindaoui (25), der jetzt bei Hertha spielt, stürmten den Platz, um ein Selfie mit ihrem Liebling zu machen.

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Nader El-Jindaoui und Trainer Ante Covic von Hertha BSC U23 ahnten nicht, was nach der Einwechslung passieren würde.
Nader El-Jindaoui und Trainer Ante Covic von Hertha BSC U23 ahnten nicht, was nach der Einwechslung passieren würde. City-Press

Der Testkick wurde in der zweiten Halbzeit abgebrochen. Einfach nur ärgerlich für U23-Trainer Ante Covic, der mitten in der Vorbereitung für die Regionalliga-Saison ist. Der Gegner Tasmania meldete via Twitter im Minutentakt die Störung durch Flitzer, die immer wieder während des Spiels Selfies mit El-Jindaoui machen wollten. Dann entwickelte es sich zum Platzsturm und das Spiel wurde vorzeitig beendet.

Herthas Nader El-Jindaoui hat 2,8 Mio. Follower

Warum dieser Hype um den Nachwuchsfußballer? El-Jindaoui ist seit Jahren auf Instagram und YouTube aktiv und vermarktet sich dort. Insgesamt 2,8 Millionen schauen sich seine Bilder, Storys und Videos an. Er trifft damit den Nerv vieler Jugendlicher.

Im Juni wechselte der Amateurfußballer vom BAK zu Herthas Nachwuchs. Das Resultat: Als seine Trikotnummer 37 bekannt gegeben wurde, wollten viele seiner Fans ein Hertha-Trikot. Der Online-Fanshop des Klubs brach wegen des Ansturms für eine Stunde zusammen.

Hertha BSC: Nader El-Jindaoui träumt von Profi-Karriere

Sonnabend folgte nun das erste Testspiel der U23 und Coach Covic ließ El-Jindaoui stürmen. Mit so viel Teenie-Hysterie hatte aber wohl keiner gerechnet.

Der Platzsturm hat erst mal nur zwei Sachen gebracht. Viele Selfies und wenig Tore. Der Stürmer will sich bei Covic empfehlen, doch das konnte er nicht, weil er abgelenkt war. Dabei träumt er sogar von der Profi-Karriere. „Die Chance ist klein, aber sie ist da. Mein Traum ist es, hier drin zu spielen“, präsentierte er sich mit Foto vor dem Olympiastadion ...

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