Alexander Schwolow eröffnet das Torhüterduell gegen den bisherigen Stammkeeper Rune Jarstein.  Foto: Imago Images/ Jürgen Engler

Hertha BSC hat einen neuen Torwart. Alexander Schwolow (28) vom SC Freiburg trainierte am Donnerstag das erste Mal mit dem Team. Seine Kampfansage an Stammkeeper Rune Jarstein (35) ist klar: „Ich gebe Gas, damit ich spiele. Ich werde mein Bestes im Training geben. Am Ende entscheidet der Trainer.“

Die Ambition des 1,90-Meter-Hünen kann auch keine andere sein. Schließlich war Schwolow im Breisgau die unumstrittene Nummer eins. Für rund 4 Millionen Euro Ablöse wechselte er per Blitztransfer zu den Blau-Weißen. Eigentlich war er sich schon mit Schalke 04 einig, doch Hertha machte ihm am Ende ein besseres Gehaltsangebot.

Schwolow diplomatisch: „Vor zwei Wochen wurde der Kontakt zu Hertha sehr konkret. Dann ging alles Schlag auf Schlag und jetzt bin ich hier.“ Mit Trainer Bruno Labbadia hatte er ein 90-minütiges Gespräch via Internet-Telefonie. „Da habe ich gleich gespürt, dass wir fußballerisch auf einer Wellenlänge sind“, so der Keeper. Wie beim SC Freiburg bekommt er die Rückennummer eins.

Doch was hat ihn überhaupt bewegt, den Verein zu verlassen? „Ich wollte raus aus meiner Komfortzone. Ich war jetzt zwölf Jahre im beschaulichen Freiburg. Ich brauchte eine neue Herausforderung. Bei Hertha habe ich sie. Ich muss mich neu behaupten und Hertha ist nun mal auch ein größerer Verein als der SC Freiburg. Hier soll in den nächsten Jahren etwas bewegt werden. Da will ich dabei sein“, erklärt Schwolow.

Dann plaudert der Keeper aus dem Nähkästchen, warum er Berlin so mag: „Meine Großeltern haben hier lange Jahre gewohnt. Deswegen fühle ich mich mit der Stadt verbunden.“

Sein erster Eindruck von seinem neuen Team umschreibt er so: „Alle Spieler haben mich sehr nett aufgenommen und haben auch gleich gefragt, ob sie bei der Wohnungssuche behilflich sein können.“ Noch lebt er im Hotel, seine schwangere Freundin Larissa zieht dann mit in das neue gemeinsame Heim. Und das Töchterchen wird im Oktober dann eine Berlinerin.