Musste früh lernen, mit Neid umzugehen: Ex-Herthaner Christopher Schorch. Foto: imago images/Becker&Bredel

Saarbrücken - Wie schmerzhaft Neid sein kann, hat der ehemalige Bundesliga-Fußballer Christopher Schorch bereits früh erfahren. „Bevor ich zur Hertha gewechselt bin, hat ein Mitschüler, der gleichzeitig mein Mannschaftskollege war, mir mitten im Unterricht ein Taschenmesser in den Oberschenkel gerammt, weil er es mir nicht gegönnt hat“, sagte der 31-Jährige im Interview mit Goal und Spox.

Der Weg des Abwehrspielers führte über den Bundesligisten Hertha BSC zur zweiten Mannschaft von Real Madrid. Als der ehemalige Sportdirektor des spanischen Rekordmeisters, Predrag Mijatovic, damals anrief, legte Schorch erst einmal auf: „Ich dachte, jemand will mich verarschen, weil wir früher viele solcher Scherzanrufe von Teamkollegen erhalten haben.

Mit Saarbrücken im Halbfinale

Kurz darauf rief mich mein Berater an und fragte, ob ich noch ganz sauber ticke“, berichtete Schorch. Den Sprung in die erste Mannschaft schaffte er jedoch nie. 2009 wechselte er zum Bundesligisten 1. FC Köln und spielte dort an der Seite von Lukas Podolski.

Auch im deutschen Nationalmannschaftstrikot lief er bis zur U20 mit Spielern wie Toni Kroos, Thomas Müller und Ilkay Gündogan auf. Mit dem Regionalligisten 1. FC Saarbrücken steht Schorch derzeit an der Tabellenspitze der Regionalliga Südwest. Im DFB-Pokal hatte sich der FCS mit 7:6 im Elfmeterschießen zuletzt gegen Fortuna Düsseldorf durchgesetzt. „So eine Dramatik habe ich noch nie erlebt. Das war der Wahnsinn“, sagte Schorch, der selbst zum 3:3 traf. Wann er mit dem FCS auf Bayer Leverkusen im Halbfinale trifft, ist aufgrund der Coronakrise offen.