Coman schießt, Stark fälscht zur Bogenlampe ab. 1:0 für Bayern! Foto: imago images/Koch

Gut gespielt, gut gekämpft, trotzdem 0:1 (0:1) gegen Bayern verloren. Hertha BSC muss im Abstiegskampf gegen andere Gegner die  Punkte holen. Trotzdem war gegen die Münchner mehr drin.

Matheus Cunha hätte die Blau-Weißen richtig glücklich machen können. Doch bei seinem Sturmlauf schob er den Ball an Bayern-Keeper Manuel vorbei, aber auch knapp neben den rechten Pfosten (89.). Es war die Chance zum verdienten 1:1. Schade, denn dieses Spiel war seit Monaten das beste, was Hertha abgeliefert hat.

Trainer Pal Dardai war trotz der Niederlage zufrieden: „Die Jungs haben gut gekämpft, die Räume eng gemacht. Uns fehlte ein bisschen das Spielglück. Das wird in den nächsten Wochen kommen, wenn wir weiter hart arbeiten.“

Dardai ließ die Winter-Transfers Sami Khedira und Nemanja Radonjic erst mal draußen. Auch ohne die Neuen fingen die Blau-Weißen mutig gegen den Rekordmeister an. In der 3. Minute ein toller Steckpass von Cunha auf Dodi Lukebakio,  der Belgier scheiterte bei der Riesenchance am Fuß Neuers.

Doch auch Hertha hat einen guten Torwart. Rune Jarstein entschärfte zwei Minuten später einen Schuss von Leroy Sané. In der 10. Minute stand der Norweger wieder im Mittelpunkt. Als Sané allein auf Jarstein zulief, erwischte ihn der Keeper mit den Händen – Elfmeter! Jarstein, der Teufelskerl, hielt den Strafstoß von Robert Lewandowski, als er sich ganz lang machte und in die rechte untere Ecke tauchte. Es war ein munteres Spiel mit Unterhaltungswert.

Doch die Münchner machten immer mehr Druck und als Kingsley Coman in der 21. Minute zum Schuss ansetzte und Niklas Stark den Ball zur Bogenlampe abfälschte, hatte Jarstein keine Chance und Hertha lag 0:1 zurück.

Dann der erste Schock: Cunha und Coman knallten   mit den Köpfen zusammen (34.). Nach einer zweiminütigen Behandlungspause konnte der Brasilianer zum Glück weitermachen.

Der zweite Schreck folgte. Jordan Torunarigha erwischte es schlimmer. Als er in Sané reingrätschte, traf ihn der Bayern-Profi unglücklich mit dem Knie an der Hüfte (45.). Herthas Verteidiger musster aus, für ihn kam in der zweiten Hälfte Omar Alderete.

Danach wechselte Dardai weiter: Matteo Guendouzi für Vladimir Darida (56.), Radonjic für Kris Piatek (64.). Khediras Bundesliga-Comeback blieb zunächst aus. Der Ex-Nationalspieler wärmte sich hinterm Hertha-Tor auf und wurde erst in der 81. Minute eingewechselt. Khedira hinterher: „Es war kurz, aber unheimlich gut. Ich bin froh, wieder zu spielen, aber natürlich nicht mit dem Ergebnis. Die Mannschaft hat gut gekämpft.“