Zeigt an, wohin er wechseln will: Hertha-Leihgabe Santiago Ascacibar (25) zieht es von Italien in seine argentinische Heimat. 
Zeigt an, wohin er wechseln will: Hertha-Leihgabe Santiago Ascacibar (25) zieht es von Italien in seine argentinische Heimat.  IMAGO / Marco Canoniero

Der Aderlass bei Hertha BSC geht weiter. Fünf Profis sind schon weg, viele sollen im Sommer folgen. Damit die Blau-Weißen finanziell so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommen, müssen vor allem die vielen (teuren) Leih-Spieler endlich dauerhaft neue Klubs finden. Bei Santiago Ascacibar scheint der Plan nicht aufzugehen. Der Argentinier verspürt in Italien Heimweh – und Hertha droht das nächste Millionengrab!

Das hat sich Hertha-Boss Fredi Bobic sicher ganz anders vorgestellt: Eigentlich sollten die vielen verliehenen Spieler bei ihren temporären Arbeitgebern auftrumpfen, das Rampenlicht nutzen, um neue Klubs zu finden und Hertha BSC so zumindest einen Teil der einst teuer bezahlten Ablösesummen wieder einbringen. 

Die Realität ist eine andere: Krzysztof Piatek, Omar Alderete, Alexander Schwolow und eben Ascacibar machen kaum Werbung in eigener Sache, versenken gerade 27 Millionen Euro

Santiago Ascacibar kostete Hertha 12 Millionen Euro Ablöse 

Herthas Santiago Ascacibar erfüllte sich seinen WM-Traum. Allerdings nur als Fan mit seinen Freunden. 
Herthas Santiago Ascacibar erfüllte sich seinen WM-Traum. Allerdings nur als Fan mit seinen Freunden.  Instagram

Dabei war die Hoffnung gerade bei Ascacibar groß, dass der kleine Gift-Gaucho in Italiens Serie A wieder zurück zu alter Stärke findet. So sollte zumindest ein Teil der stolzen 12 Millionen Euro, die Ex-Trainer Jürgen Klinsmann Manager Michael Preetz im Januar 2020  an den VfB Stuttgart bezahlen ließ, wieder auf Herthas Konto fließen. 

Doch selbst beim Vorletzten der Serie A kommt Ascacibar kaum zum Zug. Sein Marktwert schrumpft und schrumpft auf derzeit nur noch 6,5 Millionen Euro. Seinen Traum von der WM-Teilnahme realisierte Ascacibar nur als Fan, als er das Endspiel in Katar mit Freunden vom Oberrang aus verfolgte.  

Herthas Ascacibar sieht WM-Finale nur als Fan

Gut möglich, dass es ihm in Doha bei der Titel-Party der Gauchos dämmerte, dass er in Argentinien vielleicht wieder mehr Spaß am Fußball haben könnte. Denn nun meldet der stets gut informierte Journalist César Luis Merlo aus Ascacibars Heimat, dass der Mittelfeldmann in Kontakt mit seinem Jugendklub Estudiantes steht.

Doch ein vorzeitiger Abschied aus Italien ist äußerst kompliziert. Zunächst müsste US Cremonese, wo Ascacibar bis zum Sommer 2023 unter Vertrag steht, einem vorzeitigen Abschied zustimmen. Dann erst könnte Hertha mit dem Gaucho-Klub verhandeln, um noch eine Ablöse für den bis 2024 unter Vertrag stehenden Mittelfeldspieler zu kassieren.

Estudiantes-Wechsel: Ascacibar müsste auf Hertha-Geld verzichten

Klar ist: Viel Geld winkt Hertha so oder so nicht. Argentinien steckt mal wieder in einer Wirtschaftskrise, viele Euros wird Estudiantes  nicht berappen können. Einzig ein Mitwirken Ascacibars könnte den Deal auf den Weg bringen, wenn der Topverdiener bereit wäre, auf viel von seinem teilweise von Hertha weiter gezahlten Millionengehalt zu verzichten. 

Bedeutet: Selbst wenn Ascacibar Hertha entgegenkommt und nach Argentinien zurückkehrt – für Hertha wird der Gaucho-Transfer zum Millionengrab.

Kurios: Ascacibars letzter Hertha-Kontakt könnte Deyo Zeefuik (24) werden. Der Rechtsverteidiger wurde jüngst an Hellas Verona abgegeben (natürlich per Leihe) und trifft mit seinem neuen Klub am Montagabend auf Ascacibars Noch-Arbeitgeber US Cremonese.  

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