Sportdirektor und Interims-Manager Arne Friedrich hat bis Montagabend noch jede Menge Gespräche zu führen.  Foto: Matthias Koch

Die Uhr tickt und die blau-weiße Lage in der Liga ist durch den 3:1 Sieg des 1. FC Köln gegen Arminia Bielefeld noch bedrohlicher geworden. Nur noch die bessere Tordifferenz trennt Hertha BSC vom Relegationsplatz. Deswegen fahndet Interims-Manager Arne Friedrich händeringend nach Verstärkungen. Der KURIER erklärt, was Hertha heute noch bis zum Ende der Transferfrist (18 Uhr) vorhat.  

Sami Khedira: Die Verpflichtung des Weltmeisters von 2014 ist so gut wie in trockenen Tüchern. Besteht der Mittelfeldmann den Medizincheck, wird der 33-Jährige Herthaner. Khedira soll den Blau-Weißen mit seiner Erfahrung und seiner Ausstrahlung Sicherheit geben - auf und neben dem Platz. Doch es bleibt ein Fragezeichen. Kann Khedira sofort helfen? Wie fit ist er?

Milot Rashica: Bremens Flügelspieler sollte per Leihe kommen und im Sommer per Kaufoption oder Kaufpflicht fest verpflichtet werden. Der Kosovare wäre der dringend benötigte Außenstürmer für die linke Seite - wird es aber nicht. Nach KURIER-Informationen will Rashica Werder zwar weiterhin verlassen, strebt aber einen Wechsel zu einem Klub an, der international spielt – und nicht derzeit fünf Punkte hinter Bremen in der Tabelle rangiert. 

Nemanja Radonjic: Die serbische Offensivkraft ist die Rashica-Alternative - und soll sich bereits auf dem Weg nach Berlin befinden. Auch hier ist erst eine Leihe geplant, bevor im Sommer eine Kaufoption zwischen zehn und 15 Millionen Euro greifen soll. Radonjic zog es 2018 für 12 Millionen Euro von Roter Stern Belgrad zu Olympique Marseille. In der Ligue 1 erzielte der Nationalspieler in 50 Spielen sieben Tore. 

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Tütet Hertha Khedira und Radonjic heute noch ein, schließt Friedrich die zwei wichtigsten Lücken im Kader von Trainer Pal Dardai. Damit wären auch die ebenfalls in den Fokus gerückten Gerson Santos da Silva (23) von Flamengo und Jovane Cabral (22) von Sporting Lissabon keine Kandidaten mehr. 

Gleichzeitig könnten auch noch einige Spieler Hertha verlassen. Mega-Talent Luca Netz (17) wird es nicht. Am Linksverteidiger zeigt der FC Bayern großes Interesse. Doch Netz' Vertrag soll, anders als zunächst berichtet, erst 2022 und nicht bereits kommenden Sommer auslaufen. Damit droht Hertha Netz nicht ablösefrei zu verlieren. Außerdem soll der in Buch geborene Blondschopf derzeit noch einen Verbleib bei den Blau-Weißen favorisieren.