Hertha-Trainer Felix Magath blickt optimistisch auf das Spiel in Augsburg – auch, weil der FCA nicht die Qualität der bisherigen Gegner habe. Foto: Imago

Hertha BSC steht vor den wichtigsten Spielen in dieser Saison. Spiele gegen die drei direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, die über die Zukunft des ganzen Klubs entscheiden werden. Los geht’s am Sonnabend beim FC Augsburg (15.30 Uhr). Hoffnung schöpft Cheftrainer Felix Magath, weil der Gegner nicht so stark sei. Psychokniff oder Eigentor? Hertha-Trainer Magath provoziert Augsburg.

„Augsburg hat nicht die Qualität wie Union“, betont der 68 Jahre alte Magath am Karfreitag auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die bayrischen Schwaben und dem Wiedersehen mit Hertha-Leihgabe Arne Maier gleich mehrfach.

Augsburg punktet mehr als Hertha

Blickt man auf die Tabelle, hat Magath sicherlich recht. In seinen ersten drei Spielen traf der Nachfolger von Tayfun Korkut auf die TSG Hoffenheim (3:0), musste in Leverkusen ran (1:2) und vergeigte mit seltsamer Taktik und fragwürdigen Personalentscheidungen das Derby gegen den 1. FC Union (1:4). Mit der Ausbeute von drei Punkten ist Magath vor den Duellen in Augsburg, gegen Stuttgart und in Bielefeld zufrieden: „Es hätte auch schlimmer laufen können.“

Besser lief es auf jeden Fall bei Gegner Augsburg. Während Hertha nur mickrige fünf Punkte in der gesamten Rückrunde holte und immer tiefer in den Abgrund Zweite Liga blickt, stemmten sich die Fuggerstädter mit Trainer Markus Weinzierl in den vergangenen Wochen mit Siegen gegen Bielefeld, Wolfsburg und Mainz gegen den Abstieg.

Hertha für Augsburg kein Endspiel

Auch deswegen ist das Kellerduell des 14. gegen den 17. für FCA-Coach Weinzierl „kein Endspiel“ mehr, aber „ein sehr wichtiges Spiel, in dem wir einen Riesenschritt machen können“.

Hertha hakt Derby-Demütigung ab

Für die entscheidenden Motivationsspritze könnte nun Magath gesorgt haben. Ob die Provokation des Gegners ein taktisch kluger Psychokniff oder eher ein Eigentor war, wird sich Sonnabend zeigen.

Hertha selbst hat sich nach dem Derby-Debakel am Mittwoch mit einem Mannschaftsabend im Hotel de Rome auf das Spiel in Augsburg eingeschworen. Die doppelte Derby-Demütigung durch Union Berlin und die eigenen Fans sei „abgehakt“. „Die Stimmungslage ist wieder so“, erklärt Magath, „dass wir angriffslustig nach Augsburg fahren und zeigen wollen, dass wir es besser können als gegen Union.“

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