Kris Piatek (r.) im Einsatz für Polen gegen Holland, jetz soller auch auch noch ins Corona-Risikogebiet Bosnien. Foto: AFP

Corona sorgt für immer mehr Ärger zwischen den Klubs und den Nationalteams. Herthas Trainer Bruno Labbadia ist ziemlich angefressen, weil der polnische Fußballverband Stürmer Kris Piatek mit zum Länderspiel am Montag nach Bosnien mitnehmen will. Der Balkanstaat ist ein Pandemie Risikogebiet.  

„Ich habe seit gestern Abend ständig mit Kris und dem Verband und dem Nationaltrainer telefoniert. Doch Piatek soll zum Länderspiel. Wir werden weiter kämpfen“, erklärt der Hertha-Coach.

Labbadia hat gar kein Verständnis dafür, dass sich die Polen so stur stellen. Denn eigentlich hatte die Fifa die Maßgabe herausgegeben, dass Klubs ihre Profis nicht zu Länderspielen in Risikogebieten schicken müssen.

„Jedes Land handhabt die Corona-Regeln anders. Bei uns bestimmt am Ende das Gesundheitsamt Charlottenburg. Und das heißt: Wenn Piatek nach Bosnien reist, muss er danach fünf Tage in Quarantäne. Er kann dann nicht trainieren und nicht im Pokal gegen Braunschweig spielen“, macht der Trainer die Notlage klar.

Nicht nur Hertha stöhnt, auch andere. Labbadia sauer: „Am schlimmsten ist es, dass das Ganze auf den Rücken der Spieler ausgetragen wird. Es gibt keine einheitlichen Regelungen. Das ist schon ein Corona-Chaos.“

Mal sehen, wie der Krimi um Piatek ausgeht ...