Nemanja Radonjic (r.) wirbelte bereits in der Rückrunde für Hertha BSC und könnte schon bald wieder ins blau-weiße Trikot schlüpfen. City-Press

Sehnsüchtig wartet Cheftrainer Pal Dardai auf Verstärkung für die Offensive. Nun kommt wohl endlich Bewegung in die Sache. Laut der stets gut informierten französischen Zeitung L’Équipe befindet sich der seit Wochen andauernde Poker um Flügelflitzer Nemanja Radonjic auf der Zielgeraden.

Die Franzosen melden, dass Olympique Marseille bereit sei, den Serben für acht Millionen Euro ziehen zu lassen. Hertha soll bisher knapp sechs Millionen Euro bieten. Zuletzt buhlte auch noch Top-Klub Benfica Lissabon um die 25 Jahre alte und dynamische Offensivkraft. Aber: Radonjic selbst soll sich klar für eine Berlin-Rückkehr ausgesprochen haben. 

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Hertha hat mehrere Offensiv-Eisen im Feuer

Auch gut: Weil Marseille selbst bereits auf üppiger Shopping-Tour war, ist der Mittelmeer-Klub auf Transfereinahmen dringend angewiesen. Und: Sollte Hertha den Zuschlag für Radonjic bekommen, hat sich der Poker aus blau-weißer Sicht so richtig gelohnt.

Zur Erinnerung: Hertha ließ eine Kaufoption für Radonjic über 12 Millionen Euro erst vor kurzem und ganz bewusst verstreichen, nachdem der Linksaußen in der vergangenen Rückrunde ausgeliehen war. Obwohl Radonjic insbesondere im Saisonendspurt überzeugte, wollen Sportchef Fredi Bobic und Sportdirektor Arne Friedrich den Kaufpreis in Corona-Zeiten drücken.

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Nemanja Radonjic steht nach seiner Leihe vor einem Wechsel von Olympique Marseille zu Hertha BSC.

Geht jetzt alles ganz schnell und der Poker-Plan auf, wird sich vor allem Dardai freuen. Der Ungar glaubte zuletzt kaum daran, dass er im seit Sonntag bezogenen zweiten Trainingslager im österreichischen Leogang einen neuen Stürmer begrüßen kann. Dardai: „Das glaube ich nicht. Wir sind nur sechs Tage da.“

Was wird aus Dodi Lukebakio?

Und wer weiß, vielleicht darf sich Dardai sogar über zwei neue Spieler freuen. Denn Bobic hat auch den Kumpel von Ex-Hertha-Star Salomon Kalou, Maxwell Cornet (24), im Auge. Der vielseitig einsetzbare Ivorer von Olympique Lyon soll bei den Blau-Weißen genauso auf der Liste stehen wie Ajax Amsterdams Offensiv-Juwel Jurgen Ekklenkamp (21).

Gut möglich, dass vorher allerdings noch ein Spieler verkauft werden muss. Nachdem 20-Millionen-Abgang von Jhon Cordoba, gilt weiter Dodi Lukebakio als Wechselkandidat. „Es geht Zug um Zug, manchmal wie beim Schach“, erklärte Bobic über den Poker auf dem Transfermarkt.

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