Daumen hoch für die Fans und seine eigene Zukunft beim BVB: Der Aufstieg von Hertha-Held Marcel Lotka geht wohl in Dortmund weiter. Imago

Es läuft einfach bei Marcel Lotka. Herthas Torhüter, seit seinem kometenhaften Aufstieg zum Bundesliga-Keeper in aller Munde, peilt am Sonnabend (15.30 Uhr) im Kellerduell bei Arminia Bielefeld sein drittes Zu-null-Spiel in Folge an – und hat auch so gut lachen: Sein Fluch der frühen Unterschrift unter seinen Vertrag bei Borussia Dortmund ist plötzlich gebannt. Hertha-Held Lotka bekommt sein BVB-Märchen.

Die Herzen der Hertha-Fans fliegen ihm seit Wochen zu. Beim 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart, Lotkas drittes Spiel ohne Gegentor im siebten Bundesligaeinsatz, waren gleich mehrere gebastelte Schilder im Olympiastadion zu sehen, auf denen stand: „Marcel, bitte geh nicht!“

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Kein Wunder: Der erst 20 Jahre alte Schlussmann glänzt mit tollen Paraden im Abstiegskampf und überzeugt mit seiner selbstbewussten Art auch in den Interviews abseits des Rasens.

Hertha-Fans feiern Marcel Lotka

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Lebt von seinen Emotionen und reißt so Fans und Mitspieler mit: Hertha-Torwart Marcel Lotka jubelt über das 2:0 gegen den VfB Stuttgart.

Dass Lotka damit in einem echten Dilemma steckt, weil er bereits bei Borussia Dortmund unterschrieben hat, ist bekannt. Im Januar, damals noch als Hertha-Torhüter Nummer fünf, sah der Deutsch-Pole keine Perspektive mehr in Berlin, wechselte lieber in die Dritte Liga zur zweiten Mannschaft des BVB, statt bei Hertha weiter Frust zu schieben.

Dass er durch Herthas lange Verletztenliste im Tor plötzlich die Chance bekam, im Profi-Rampenlicht zu glänzen, konnte Lotka nicht ahnen. Dass ihm sein Hertha-Abschied nach seinem steilen Aufstieg und der ihm entgegengebrachten Liebe der Fans, sehr schwerfällt, sieht man ihm dagegen Woche für Woche an.

Marcel Lotkas Märchen geht beim BVB weiter

Doch nun geht Lotkas Märchen auch beim BVB weiter. In Dortmund winkt Herthas Held nämlich plötzlich doch die ganz große Bühne statt nur Torhüter Nummer vier oder gar fünf zu sein. Denn das Keeper-Karussell beim BVB dreht sich gewaltig und sorgt dafür, dass Lotkas Fluch der frühen Unterschrift gebannt ist.

Roman Bürki, letztes Jahr noch Stammkeeper und diese Saison nur Nummer drei, wechselt nach sieben BVB-Jahren zum neu gegründeten MLS-Klub St. Louis City in die USA. Marwin Hitz, bisher hinter Gregor Kobel die Nummer zwei, will wieder spielen und liebäugelt ebenfalls mit einem Abschied im Sommer.

Hertha-Held Marcel Lotka winkt beim BVB der Profi-Kader

Damit wäre Lotka wohl schon die Nummer drei und könnte sich über viele Einsätze in der Dritten Liga freuen. Weil aber sein dortiger Konkurrent Stefan Drljaca vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart steht, duelliert sich Lotka nun nur noch mit Luca Unbehaun, der diese Saison meistens in der Dritten Liga im Tor stand. Unbehaun gilt wie Lotka als großes Talent – Bundesliga-Erfahrung kann er aber dagegen noch nicht vorweisen.

Somit dürfte Lotka dank Hertha beim BVB im Rennen um die Rolle als Ersatzmann hinter Stammtorhüter Kobel die Nase vorn haben. Und so statt im Amateurstadion Rote Erde vor rund 1000 Zuschauern zu spielen, schon bald regelmäßig die Champions-League-Hymne im Signal-Iduna-Park vor mehr als 80.000 Fans hören ...

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