Herthas Peter Pekarik will sich in der neuen Saison auch gegen Zugang Deyo Zeefuik (l.) auf der rechten Abwehrseite behaupten.  Foto: Imago Images/ Jürgen Engler

Hertha BSC befindet sich mitten in einem spannenden Umbruch. Viele wichtige Spieler, die das Team stützten und trugen, sind nicht mehr da. Einer, der weiterhin die Fahne auf der Brust trägt, ist Peter Pekarik (33), das blau-weiße Phänomen.

Alle reden derzeit über Deyo Zeefuik (22). Der dynamische Vier-Millionen-Zugang vom FC Groningen, den Trainer Bruno Labbadia bereits zu Herthas Feuerwehrmann taufte, soll auf der rechten Abwehrseite für neuen Schwung sorgen. Genau in dem Revier, das sich Pekarik im Schlussspurt der vergangenen Saison eindrucksvoll zurückeroberte – und sich so einen neuen Einjahresvertrag verdiente.

„Ich habe mich sehr gefreut über die Wertschätzung. Die Verlängerung bedeutet mir sehr viel“, erklärte Pekarik jüngst. Der Slowake, von Manager Michael Preetz „Musterprofi“ getauft, ist Herthas Stehaufmännchen – und mittlerweile dienstältester Herthaner. Dabei schien er schon so häufig weg vom Fenster. Stattdessen geht Pekarik in seine neunte (!) blau-weiße Saison. „So lange bei einem Verein zu bleiben, ist nicht normal, aber so ist es umso schöner, dass meine Zeit noch nicht zu Ende ist“, freut sich Pekarik.

Eindeutig, der 91-fache Nationalspieler hat durch seinen x-ten Frühling wieder Blut geleckt. Die Konkurrenten Zeefuik und Lukas Klünter (24), der trotz seines Stammplatzverlustes weiter um seinen Platz bei Hertha kämpfen will, sollten also gewarnt sein. Denn anders als im Vorjahr, als Pekarik durch eine hartnäckige Wadenverletzung die Vorbereitung verpasste, ist er nun topfit. „Peka“ verspricht, keinen Deut nachzulassen: „Ich möchte dem Team wieder helfen, und vor allem haben wir das Ziel, eine bessere Saison spielen!“

An seiner Motivation wird es nicht scheitern. Nachdem sein erster Traum mit einem neuen Hertha-Vertrag bereits in Erfüllung ging, brennt Pekarik darauf, dass noch zwei weitere Wünsche wahr werden: die Teilnahme an der auf 2021 verschobenen EM und das Erreichen der Meilenstein-Marke von 100 Länderspielen.

Um beides zu schaffen muss er mit der Slowakei im Herbst noch zwei Quali-Runden überstehen. „Ich werde mein Bestes geben, um das zu schaffen.“ Dass man ihn nie abschreiben sollte, hat das blau-weiße Phänomen bei Hertha fast ein Jahrzehnt lang bewiesen.