Herthas Routinier Peter Pekarik (M.) ist eine feste Größe in der slowakischen Nationalmannschaft. Heute will er das EM-Ticket lösen. Foto: imago images/Pixsell

Hart arbeiten, fleißig und zuverlässig sein und fast unbemerkt sich das EM-Ticket abholen. Herthas Peter Pekarik (34) macht Donnerstag (20.45 Uhr) sein Spiel des Jahres – Play-off-Finale mit der Slowakei in Nordirland. Doch dem rechten Außenverteidiger winkt neben der Euro im Sommer noch viel mehr…

Pekarik war unter Herthas Ex-Trainern Pal Dardai, Ante Covic, Jürgen Klinsmann und Alexander Nouri schon auf dem Abstellgleis. Bruno Labbadia war und ist da ganz anderer Meinung. Unter ihm ist Pekarik wieder Stammspieler. „Peter ist ein Musterprofi. Gerade innerhalb der Mannschaft lebt er den jungen Spielern vor, wie man sich verhält. Wenn ich morgens in die Kabine gehe, gibt es nicht einen Tag, an dem Peka nicht schon vorher da ist“, lobt Labbadia Mr. Zuverlässig.

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Für den Coach ist klar: „Es geht nicht ums Alter, sondern um Leistung. Und Peka hat sich sogar noch verbessert. Mit seiner Ruhe und Routine fällt es ihm leichter, noch etwas dazuzulernen.“

Pekarik beißt für den Euro-Traum auf die Zähne

Natürlich drückt Labbadia Pekarik vor dem heutigen Finale in Nordirland die Daumen. Schauen, Ball durchstecken, EM-Ticket einstecken. Beinahe wäre Pekarik nicht bei dem Spiel der Spiele dabei gewesen. Mitte Oktober hatte er sich beim 0:2 gegen Stuttgart eine schwere Hüftprellung zugezogen. Es sah gar nicht gut aus. Doch Pekarik biss auf die Zähne und konnte nur fünf Tage später wieder mit der Mannschaft trainieren. Ein beharrlicher Kämpfer, der sich jetzt belohnen will.

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Für den Slowaken wäre die paneuropäische EM im Sommer 2021 das dritte große Turnier nach der WM 2010 und der EM 2016. Ein echter Traum, der noch vor einem Jahr ganz weit entfernt war.

Ans Aufhören denkt der Routinier noch lange nicht. Und Labbadia macht ihm Mut: „Ich habe bis 37 Jahren gespielt und als ich meine Karriere beendet habe, war ich noch fit. Das kann Peka auch schaffen.“

Der Coach setzte sich schon in diesem Sommer für eine Vertragsverlängerung bis zum Sommer 2021 ein und tut es jetzt wieder: „Klar ist es denkbar, dass Peter auch danach noch weiter bei uns spielt. Wir wissen, was wir an ihm haben. Und er weiß, was er an Hertha hat.“ Mit neuem Vertrag zur Europameisterschaft, doch erst mal muss er Donnerstag in Nordirland siegen.