Herthas Peter Pekarik (r.) jubelt mit Milan Skriniar nach dem 2:1-Play-Off-Krimi der Slowaken in Nordirland.  Foto: dpa

Ja, ja, ja! Peter Pekariks Euro-Traum ist Realität geworden. Herthas rechter Außenverteidiger hat das EM-Ticket mit der Slowakei gezogen. Doch dafür brauchte er ziemlich starke Nerven. Erst in der Verlängerung gewann die Slowakei das Play-Off-Endspiel in Nordirland mit 2:1 (1:1, 1:0).

„Unser Team hat einen starken Teamgeist und guten Charakter bewiesen. Durch diesen Sieg erfüllt sich ein weiterer Traum von mir und es könnte meine dritte Teilnahme an einem großen Turnier werden“, jubelte der Routinier überglücklich nach dem Abpfiff in Belfast.

Typisch Pekarik, der auch mit seinen 34 Jahren seine höfliche Bescheidenheit nicht abgelegt hat. Nein, die Frage stellt sich eigentlich nicht. Pekarik darf nach der WM 2010, der EM 2016 doch nicht bei der Euro 2021 fehlen.

Doch erstmal genoss er nur die Siegesnacht. „Ich bin froh, dass wir in dieser schwierigen Zeit alle Menschen in der Slowakei glücklich gemacht haben: Es ist ein großer Erfolg für unser kleines Land“, so Pekarik.

Bei der EM im nächsten Sommer haben die Slowaken aber eine Hammergruppe mit Spanien, Polen und Schweden. Doch vielleicht gibt es da das nächste Wunder.

Und wer holte neben der Slowakei die restlichen drei Plätze für das Mega-Turnier? Ungarn setzte sich mit Last-Minute-Treffern durch Loic Nego (88.) und Dominik Szoboszlai (90.+2) gegen Island mit 2:1 (0:1) durch und muss bei der EM in der Vorrunde gegen Deutschland, Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal ran. Schottland schafft die Sensation und gewinnt nach Elferkrimi in Serbien mit 6:5 (1:1, 0:0). Nordmazedonien darf sich nach einem 1:0 (0:0) in Georgien über die erste EM-Teilnahme freuen.