Sauber! Herthas Slowake Peter Pekarik (r.) stoppt im Halbfinale der EM-Quali Irlands James McClean. Foto: AFP

Je oller, desto doller! Herthas Mr. Mega-Zuverlässig Peter Pekarik (33) darf   weiter von der EM im Sommer träumen. Das Halbfinale der Qualifikation gewann er mit der Slowakei gegen Irland in einem 4:2-Elfer-Krimi. Im November geht es im Endspiel um einen der letzten vier Euro-Plätze gegen Nordirland. Pekarik ist jetzt schon der stille Hertha-Gewinner 2020.

„Ich möchte noch einmal mit der Slowakei bei einem großen Turnier spielen“, hatte Pekarik im Sommer 2019 gesagt. 2010 war er mit seinem kleinen Heimatland bei der WM in Südafrika, 2016 bei der Euro in Frankreich.

Dabei war der Routinier vor 15 Monaten bei den Blau-Weißen eher schon auf dem Abstellgleis. Nur drei Bundesliga-Spiele absolvierte er unter dem damaligen Trainer Pal Dardai in der Saison 2018/19, bei den Nachfolgern Ante Covic und Jürgen Klinsmann durfte er überhaupt nicht mehr ran. Alles sah nach Trennung im Sommer 2020 aus.

Doch Pekarik ließ sich davon nicht beeindrucken, blieb im Training ein Musterprofi ohne schlechte Laune. Der erfahrene Coach Bruno Labbadia erkannte das sofort – und Pekarik hat seitdem seinen Stammplatz zurück. Der im Juni auslaufende Vertrag wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Der ruhige „Peka“ ist im zweiten Frühling und sein Euro-Traum lebt.

Für Torwart Rune Jarstein ist er dagegen ausgeträumt. Er verlor mit Norwegen das Quali-Halbfinale mit 1:2 nach Verlängerung gegen Serbien. Norwegens Coach Lars Lagerbäck bot daraufhin seinen Rücktritt an.