Der Nächste bitte! Der Rasen im Olympiastadion muss nach nur dreieinhalb Monaten wieder ausgetauscht werden. Foto: Koch

Die traditionelle Folklore um den immer wieder schlimmen Zustand des Rasens im Olympiastadion ist um eine Posse reicher. Nach nur sechs (!) Hertha-Heimspielen wird das Spielfeld schon wieder ausgetauscht, weil der Zustand  einfach zu schlecht ist.

Die verantwortliche Olympiastadion GmbH erklärte dazu: „Das erst im vergangenen Dezember eingebrachte Geläuf wurde durch die verkürzte Winterpause bei gleichzeitig erhöhter Spielfrequenz in Mitleidenschaft gezogen.“

In der Länderspielpause soll der neue Rasen zwischen dem 16. und 18. März ausgerollt werden. Das ist dann der zweite Versuch, nachdem schon zwischen Weihnachten und Neujahr 2020 das Gras ausgetauscht wurde. Es entstehen damit Kosten von weiteren rund 130 000 Euro.

„Es war von vorneherein klar, dass uns dieser Rasen nur durch diesen Winter bringt, mit einem Wurzelwachstum ist bei den strengen Witterungsverhältnissen nicht zu rechnen gewesen“, erklärt Timo Rohwedder,  der Geschäftsführer der Olympiastadion GmbH.

Hertha wird Sonnabend auf der seifigen Fläche gegen Augsburg das letzte Heimspiel austragen und hoffen, dass dann der nächste Rasen für die restlichen fünf Heimspiele bundesligatauglich ist.

Das massive Problem mit dem Grün besteht seit der Modernisierung des Olympiastadions im Jahre 2004, als die Arena ein großes Dach bekam, welches Schatten wirft. Außerdem hat die Spielfläche eine Besonderheit. Sie liegt 15 Meter unter dem örtlichen Bodenniveau, also quasi im Keller.