Herthas Ex-Trainer Alexander Nouri meldete sich nach seiner Entlassung erstmals zur Wort.  Foto: Imago-Images

Berlin -  Seit Donnerstag ist Alexander Nouri bei Hertha offiziell Geschichte. Ab Ostermontag hat Bruno Labbadia das Sagen.

Nun hat sich Nouri erstmals nach seiner kuriosen Entlassung zu Wort gemeldet. Der Deutsch-Iraner, der nach der Berlin-Flucht von Jürgen Klinsmann nur für vier Spiele die Verantwortung als Cheftrainer trug, bedauert seinen Rauswurf: „Ich bin überzeugt, dass wir bei sechs Punkten Vorsprung den Klassenerhalt geschafft hätten“, schreibt Nouri auf Instagram. Nichtsdestotrotz „respektiere“ er die Entscheidung des Klubs.

Das Verhältnis zwischen Nouri und den blau-weißen Spielern galt als belastet, nachdem er sich nur zögernd von seinem Ex-Chef distanzierte - selbst als Klinsi Wochen später übel gegen Klub und Profis nachtrat. Die daraufhin vom Mannschaftsrat initiierte Aussprache zeigte keine Wirkung. Hertha lieferte unter Nouri blutleere Spiele ab, verstimmte viele Fans mit Grusel-Fußball und steckt weiter im Tabellenkeller fest.

Viel erlebt, viel gelernt

Auch in der Corona-Zwangspause sorgte Nouri für Irritationen, als er vergangene Woche nicht zum Team-Trainingsauftakt erschien, stattdessen bei seiner Familie in der Nähe von Bremen weilte. Verteidiger Maximilian Mittelstädt erklärte, er habe seit fast vier Wochen keinen direkten Kontakt mehr zu Nouri gehabt.

Dennoch findet Nouri, der ohnehin nur bis zum Sommer bleiben sollte, versöhnliche Worte zum Abschied. Für ihn gehe „eine spannende Reise“ zu Ende. „In dieser sehr intensiven Zeit habe ich viel erlebt und auch viel gelernt. Auf diesem Wege möchte ich mich bei allen, die mich in den vergangenen Monaten auf irgendeine Art und Weise unterstützt haben, bedanken“, schreibt der 40-Jährige, der nur eine von vier Partien gewinnen konnte und nun das Zepter an Labbadia übergeben musste.